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eBookS für Android: Libris rebrandete Bluefire-App läuft jetzt auf Samsung-Geräten

3 Aug 2011

Libris E-Book-Universum dehnt sich in Richtung Smartphones und Tablets aus – die E-Reader-App eBookS ist jetzt für Android-Geräte von Samsung erhältlich. Neben komfortabler Lektüre auf dem Touch-Screen-Display bietet eBookS via In-App-Shopping auch den direkten Draht zu mehr als 250.000 E-Books im Libri-Store. Optisch wird Libris eBookS-App vielen bekannt vorkommen, denn im Hintergrund werkelt der bewährte Bluefire-Reader. Bisher war diese App nur für iPhone & iPad zu haben, mit Libris rebrandeter Version kann man sie nun erstmals auf einer größeren Zahl von Android-Geräten nutzen. Profitieren werden davon nicht nur Besitzer der neuen Galaxy-Tablets mit Android 3.0 (Honeycomb), eBookS läuft nämlich auch mit Android 2.2- und 2.3-Versionen.

Keine andere App bietet mehr Komfort

Erstmals zu sehen war Libris neue App im Frühjahr 2011 auf der Leipziger Buchmesse – und konnte überzeugen: keine andere E-Reader-App bietet eine ähnlichen Funktions- und Konfigurations-Umfang. Bei epub-Dateien gibt es zahlreiche Ansichtsoptionen wie Schriftgröße, Fontart und Spaltenbreite. Außerdem lassen sich bestimmte „Themes“ einstellen, wodurch sich die Text- und Hintergrundfarbe ändert. Handelt es sich um ein PDF, sind die Möglichkeiten zur Anpassung der Buch-Ansicht etwas begrenzter – neben der Einstellung der Helligkeit lässt sich lediglich herein- und heraus zoomen. Sowohl bei epubs wie auch bei PDFs können Lesezeichen angelegt und Anmerkungen gemacht werden, außerdem gibt es eine Volltextsuche. Übersicht schafft die „Library View“ – hier werden die Cover der persönlichen E-Bibliothek angezeigt. Einziges echtes Manko von eBookS bzw. Bluefire: es gibt im Querformat keine Doppelseiten-Ansicht wie bei iBooks.

Wo bleibt eigentlich eBookS für Apple-Geräte?

Angekündigt war seit Frühjahr 2011 eigentlich auch eine eBookS-Version für Apples iOS. Die ist jedoch bisher im App Store nicht aufgetaucht. Grund dafür dürften wohl Apples verschärfte Geschäftsbedingungen sein: die Umleitung auf den browserbasierten Web-Store ist innerhalb einer App nicht mehr erlaubt, und beim In-App-Shopping via iTunes werden 30 Prozent Provision fällig. Auf Android-Geräten gibt es solche Probleme zum Glück nicht. Bei Tablets bleibt freilich Apple auch weiterhin Marktführer, die neuen Galaxy-Tablets sind zudem immer noch etwas teurer als die Basisversion des iPads. Maßgebliche Verbreitung auf Displays oberhalb der Smartphone-Klasse finden dürfte Libris eBookS-App somit wohl erst erhalten, wenn sie im normalen Android Marketplace auftaucht. Eine kleine Ausnahme gab es allerdings schon geraumer Zeit: bei Libri ist mit dem 7-Zoll-Tablet Pandigital Novel ein Nook-ähnliches Lesetablet mit Android-Betriebssystem erhältlich, auf dem eBookS bereits vorinstalliert ist.