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E-Reader-Republik toppt iPod-Nation: Medienkonsum von E-Book-Lesern laut US-Studie deutlich höher

21 Jan 2010 Ansgar Warner 3 Kommentare

e-reader-republik-e-book-leser-haben-hoeheren-medienkonsumWer einen E-Reader besitzt, liest deutlich mehr – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des amerikanischen Unternehmens L.E.K. Consulting. Doch nicht nur das: Die E-Book-Fraktion gehört sogar zu den aktivsten Nutzer von neuen Medien überhaupt. Eine “Kannibalisierung” findet offenbar nicht statt – der Konsum von Print-Büchern leidet unter der elektronischen Lesewut nicht. Das dürfte die Verlage freuen…

Die “E-Reader-Republik” als Goldmine für die Verlagsbranche

Die E-Reader-Republik macht Fortschritte – also jene Gruppe der Konsumenten, die bereits ein Lesegerät besitzt. In den USA sind das bereits zehn Prozent. Die Early Adopters gehören eindeutig zu den aktivsten Nutzern der neuen Medien überhaupt – in der L.E.K.-Studie gaben 44 Prozent aus dieser Gruppe an, sie hätten ihren Mediengebrauch im Jahr 2009 gesteigert. Die “iPod-Nation” wie auch die “Facebook- Fanatiker” hinkten da deutlich hinterher, bei ihnen hatten lediglich 16 bzw. 19 Prozent in punkto Medienkonsum noch zugelegt. Fünfzig Prozent der E-Reader-Nutzer gaben übrigens an, sie hätten mehr Lektüre gekauft als zuvor – sowohl E-Books wie auch gedruckte Bücher. Belege für die von Verlagen oft gestützte “Kannibalisierungs-These”, also der reinen Verlagerung des Konsums von Print in Richtung E-Book gab es offenbar nicht. Befragt wurden für die Studie 2000 US-Bürger über 18 Jahre.

Auch bei der Nutzungsdauer liegen E-Leser vorn

“Die Tatsache, dass Amazon am Weihnachtstag mehr Kindle-E-Books als gedruckte Bücher verkauft hat, spricht Bände”, so Dan Schechter von L.E.K. Consulting. “Wir glauben, dass die ‘E-Reader-Republik’ eine potentielle Goldmine darstellt, sowohl für Content-Anbieter wie auch für die Werbewirtschaft.” Auch bei der Nutzungsdauer lagen die E-Reader-Besitzer übrigens klar vorne: Während der “iPod-Nation” auf etwa neun Stunden pro Woche kam, lagen die “E-Reader-Republik” bei mehr als 18 Stunden. Insgesamt hat offenbar nicht nur die Intensität der Mediennutzung zugenommen – Stichwort “Multitasking” – sondern auch die Bereitschaft, für Multimedia-Content zu zahlen, etwa im Bereich Online-Video. “Im Moment entstehen nicht nur ganz neue Medien, sondern es bilden sich auch neue Nutzergruppen heraus. Medienkonzerne wie auch Werbetreibende, die sich auf diese Veränderungen einstellen, könnten am Ende zu den Gewinnern gehören”, so Schechter.

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