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E-Reader-Displays erobern die Handy-Welt

9 Jul 2009

Die E-Ink-Technologie setzt auf Licht, das von außen kommt, ob von der Sonne oder einer Neonröhre. Das spart sehr viel Strom, und stößt deswegen auf das Interesse der gesamten Industrie für mobile Geräte. Gerade Handys mit großen Farbdisplays gehen schließlich stark zu Lasten der Akku-Leistung. Was E-Ink für den E-Reader ist, könnte „Mirasol“ bald für das Mobiltelefon sein: eine reflektive Technologie, die sogar Farbwirkungen entstehen lässt.

Das Mirasol-Display funktioniert ähnlich wie ein schillernder Schmetterlingsflügel

Grundlage ist eine winziges elektro-mechanisches System, das durch die Veränderung von Membran-Abständen farbige Lichtreflexe erzeugen kann — ähnlich dem Prinzip eines farbigen Schmetterlingsflügels. Die zweifarbige Version von Mirasol kommt bereits auf dem Inventec V112 Smartphone zum Einsatz: ein Minidisplay unterhalb des großen Smartphone-Bildschirms zeigt wichtige Informationen wie Uhrzeit, SMS-Ankunft, eingehende und verpasste Anrufe. Ein Mirasol-Display soll nicht einmal 1 Prozent des Stromverbrauchst eines normalen LCD- oder TFT-Displays verursachen, berichtet jetzt die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Selbst mit aktiver Vordergrundbeleuchtung (denn bei Dunkelheit sieht man ja auch bei E-Ink gar nichts, ganz wie bei echtem Papier) soll der Stromverbrauch nur 25 Prozent konventioneller Displays betragen.