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E-Reader-Apps ohne Store-Link: Apple setzt sich durch

26 Jul 2011

apple_app_store.jpgE-Books einkaufen auf iPad oder iPhone wird etwas unbequemer. Anbieter wie Amazon, Google oder Barnes&Noble haben in den letzten Tagen Store-Links aus ihren Apps entfernt, die automatisch zu den betreffenden Webseiten führten. Wer via Touch-Screen neue Titel shoppen will, muss nun die App per Knopfdruck verlassen und selbst den externen Browser öffnen. Hintergrund des Missing Links: Apple hatte Anfang 2011 strengere Regeln für den App-Store eingeführt, die Übergangsfrist ist nun ausgelaufen. Die Shopping-Links waren sozusagen das letzte Hintertürchen für die Konkurrenz. Denn beim In-App-Shopping fordert Apple von den Content-Anbietern 30 Prozent Provision. Das wiederum lehnen die Online-Buchhändler ab. Das „Ökosystem“ von Apps für Desktop-PCs, Mobilgeräte und drahtlosen E-Readern bei Amazon & Co. wird natürlich auch weiterhin funktionieren. Denn über die Syncing-Funktion gelangen E-Books immer noch auf iPhone & iPad. Gatekeeper Apple allerdings darf hoffen, dass sich die Nutzer mittelfristig vermehrt elektronische Lektüre via iBooks besorgen. Denn das iTunes für Bücher wird ja auch weiterhin In-App-Shopping ermöglichen. Für Ärger bei den Kunden wird die neue Platzhirsch-Politik aber wohl erst einmal ebenso sorgen. Denn die gewohnte Nutzung etwa der Kindle-App wird nun ohne vernünftigen Grund erschwert. Unfreiwillig rührt Apple damit auch die Werbetrommel zum Umstieg auf das für August angekündigte Amazon-Tablet.