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E-Papyrus aus Korea: Samsung präsentiert E-Reader mit 5-Zoll-Display

29 Juli 2009 No Comment

samsung-sne-50k-e-book-read.gifDie 5-Zoll-Klasse bekommt Zuwachs: mit Samsungs neuem E-Reader SNE-50 k (”Papyrus”) setzt nach Bookeen nun ein weiterer Hersteller auf kleinere Displays. Das vorerst nur für den koreanischen Markt vorgestellte Modell hat zwar keine WLAN-Karte, dafür aber ein Touch-Screen, der mit einem Stift bedient wird. Ein “Poor Man’s Kindle” ist es wohl nicht: für den Content sorgt immerhin Koreas größte Buchhandelskette Kyobo.

Samsungs E-Reader kann dank Stift und Touch-Screen wie ein PDA benutzt werden

Samsung setzt offenbar auf Multi-Funktionalität: dank Stift und Touch-Screen lassen sich mit dem SNE-50k E-Reader Terminpläne bearbeiten und Memos schreiben. Der eingebaute 512 MB-Speicher reicht dementsprechend nicht nur für 400 E-Books, sondern auch für 8000 einseitige Notizen. An Business-Kunden richtet sich offenbar auch die Möglichkeit, über einen virtuellen Druckertreiber PowerPoint-, Word- oder PDF-Dateien in .bmp-Dateien umzuwandeln, die dann auf den E-Reader übertragen werden können. E-Books lassen sich auf Samsungs neuen Lesegerät u.a. im epub-Format lesen. Das Umblättern erinnert wiederum stark an das Leseerlebnis auf einem PDA. Denn der unter dem Codenamen “Papyrus” entwickelte E-Reader hat keine Knöpfe — auch dafür ist der Stift da.

E-Books werden auf Samsungs neuem Lesegerät 40% günstiger sein als die Printfassung

Noch gibt es kaum Lesestoff für den E-Reader, doch das wird sich schnell ändern: Kyobo konvertiert monatlich etwa 1000 Bücher in elektronische Formate. Der Preis des E-Readers (zur Zeit etwa 270 Dollar) könnte sich auf Dauer für viele Leser lohnen: denn die E-Books sollen etwa 40% günstiger sein als die Papierversionen, teilte Samsung mit. Doch es gibt — ähnlich wie in Deutschland — offenbar auch noch viele Verlage, die eher zurückhaltend sind, ihre Bestseller auf den E-Book-Markt zu werfen.

Bis 2010 könnten in Korea jährlich etwa 2 Milliarden Dollar mit E-Books umgesetzt werden

Allzu große Erwartungen wurden durch Samsungs Vize-Präsident Lew Jae-young zwar gegenüber der Korea Times gedämpft: “Der E-Book-Markt in Korea steckt noch in den Kinderschuhen, deswegen rechnen wir nicht sofort mit Riesenprofiten. Doch immerhin gibt der E-Reader uns die Chance, einen Fuß in der Tür zu haben, wenn die Marktdynamik zunimmt.” Doch die Dynamik könnte womöglich ziemlich schnell einsetzen: die Buchhandelskette Kyobo erwartet,dass bereits 2010 mit E-Books in Korea etwa 2 Milliarden Dollar umgesetzt werden.

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