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E-Mail bleibt der wichtigste Kanal, meint Google — & webifiziert mit „AMP for Email“ die Elektropost

19 Feb 2018

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Geschätzte 270 Milliarden E-Mails werden Tag für Tag rund um den Globus verschickt — viele davon mit Links, die in Richtung Web oder App führen. Man klickt oder tippt drauf, und schwupp öffnet sich ein neuer Content-Container. Doch warum solche Umwege gehen (zumal manche Adressaten genervt darauf reagieren), fragen sich immer mehr Publishing- und Marketing-Profis — und versuchen, nicht nur so viel Web-Design, sondern auch soviel Interaktivität wie möglich in die E-Mail selbst zu packen.

Pinterest, Booking.com & Doodle machen’s vor

Nun hat sich Google an die Spitze dieser Bewegung gesetzt — das Zauberwort lautet in diesem Fall „AMP for Email“: der Suchmaschinen-Riese will den selbst entwickelten Web-Standard für mobile Webseiten („Accelerated Mobile Pages Standard“) künftig auch in E-Mail-Anwendungen implementieren. Zum Start mit dabei: nicht ganz zufällig Googles eigene GMail-App, sowie als kommerzielle Anwender der neuen Technik Unternehmen wie Pinterest, Booking.com oder Doodle.

E-Mail-Marketing verspricht die höchste Rendite

Wer sich nicht mehr weiterklicken oder tippen muss, sondern gleich in der Mail durch Web-Shops scrollen, den Einkaufskorp packen und bezahlen kann, wird natürlich im Durchschnitt auch zum willigeren Käufer — und so dürfte „AMP für Emails“ gerade im E-Mail-Marketing große Erfolgschancen haben. Immerhin hat das Marketing via Mail schon jetzt den höchsten „ROI“ aller medialen Kanäle, sprich: erzielt die höchste Rendite.

Hoher Nutzwert auch für Verlagsbranche

Nützlich ist das Ganze natürlich auch, wenn man es für Inhalte wie News oder E-Books (bzw. Leseproben) verwendet — der Empfänger kann gleich loslesen, man muss ihn nicht mehr davon überzeugen, einen Link zu aktivieren. Und man darf natürlich nicht vergessen: soziale Netzwerke mit ihren komplexen Ausspielungs-Algorithmen sind im Vergleich zum E-Mail-Marketing eine Black Box, die Reichweite lässt sich nur schwer kontrollieren bzw. abschätzen — per Mail erreicht man die ausgewählten Empfänger direkt, ohne Vermittlungsinstanz.

(Was allerdings auch Spammer und Scammer wissen — so dass dynamische Webinhalte in E-Mails auch auf Kritik stoßen…)

(via FastCodeDesign)

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