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E-Lesen im Flugzeug: Grünes Licht für Kindle & iPad-Nutzung in Start- und Landephase

14 Nov 2013

„Flugzeug-Modus“? Sehr komisch: in der Start- und Landephase war der einzige Flugzeug-Modus für Kindle, iPad & Co. bisher das komplette Abschalten, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. In Zukunft muss man sich aber nicht mehr ärgern, ohne raschelnde Zeitung oder lustiges Taschenbuch durch’s Gate gelaufen zu sein: denn im Anschluss an eine Entscheidung der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA wollen nun auch die europäischen Kollegen der EASA grünes Licht für den Gadget-Gebrauch beim Abheben und Aufsetzen geben. “Das ist ein großer Schritt vorwärts: Die Freiheit bei der Nutzung persönlicher elektronischer Geräte an Bord von Flugzeugen wird ausgeweitet, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen“, so EASA-Chef Patrick Ky.

Neben Beschwerden von Fluggästen über mangelnden Komfort dürfte auch permanenter Druck aus der Geräteindustrie die aktuelle Kursänderung beschleunigt haben, u.a. von Amazon. Im September 2012 konnte man auf dem Bits-Blog der New York Times ein interessantes Mini-Interview lesen:

Amazon-Chef Jeff Bezos erzählte mir, das Unternehmen habe eigene Tests mit Kindle-Readern und Fire Tablets durchgeführt, um eine Änderung der Regelungen zu beschleunigen. “Wir haben es ausprobiert“, sagte er. “Wir haben ein Flugzeug mit Kindles voll geladen“. Ich fragte ihn, was bei dem Experiment herausgekommen sei. Er schaute mich an, als hätte ich ihm die dämlichste Frage gestellt, die er je gehört hatte. „Alle sind wieder gelandet“, antwortete Bezos. „Es war überhaupt kein Problem.“

Auch Piloten nutzen schon seit längerem Tablets wie das iPad als „Electronic Flightbag“, also als eine Art virtuelle Aktentasche, die alle wichtigen Dokumente enthält. Für die Passagiere bricht nun auch endlich die Zeit des papierlosen Reisens an – solange sie ihre Geräte im „Airplane-Modus“ lassen. Denn die Nutzung von Mobilfunk-Verbindungen oder mobilem Internet bleibt vorerst während der gesamten Flugphase verboten.

Abb.: Flickr/ dianecordell (cc)