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E-Lese-Faktor beeinflusst Tablet-Markt: Gesamt-Absatz schrumpft, Markengeräte gewinnen an Boden

1 Apr 2016 0 Kommentare

Lesen-als-QualitaetsfaktorErst haben Tablets dem E-Reader den Rang abgelaufen, nun scheint sich auch der Flachrechner-Boom dem Ende zu nähern: bis 2021, so eine aktuelle Prognose von ABI Research, wird der globale Absatz von zuletzt 207 Millionen Geräten (2015) auf nur noch 140 Millionen (2021) sinken. Dabei werden vor allem Low-Cost-Geräte Marktanteile verlieren, während die großen Marken von Apple und Samsung bis zu Xiaomi Marktanteile gewinnen.

Nachfrage in Schwellenländern entscheidet

Eine Entwicklung, die nicht nur mit der Marktsättigung und der starken Konkurrenz durch Smartphones bzw. Phablets zu tun hat, sondern auch mit der wachsenden Nachfrage nach High-End-Tablets auch in aufstrebenden Ländern in Asien, Osteuropa und Südamerika. Dort wird bis 2021 ohnehin der Großteil der Geräte gekauft werden, bisher haben Europa und Nordamerika noch die Nase vorn.

Späte Rache des E-Reading?

Das kann man natürlich als eine Art späte Rache der E-Reader interpretieren: denn je mehr Tablets intensiv für die Lektüre von News, E-Books oder Business-Dokumenten genutzt werden, desto wichtiger werden auch Auflösung, Kontrast und allgemein die Nutzer-Erfahrung beim Konsum der Inhalte. Mal ganz abgesehen von den produktiven Möglichkeiten, bei denen immer öfter auch ein Stylus hilft: markieren, schreiben, zeichnen.

Riesen-Reader oder E-Ink-Tablet?

Eine interessante Frage bleibt in diesem Zusammenhang übrigens, ob man in Zukunft Maxi-Reader im 13-Zoll-Format wie Sony DPT-S1, Onyx Boox Max & Co. auch den Tablets zurechnet — denn gerade wenn sie auf Android-Basis laufen und direkten Zugang zum Google Play Store haben, sind solche großformatigen Geräte ja mit klassischen Readern kaum noch zu vergleichen.

(via Teleread.org)

Abb.: Joel Bedford/Flickr (by-nd-2.0)

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