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E-Books und E-Comics online lesen: so geht’s

25 Mai 2009 0 Kommentare

Ein Buch muss man dabei haben, um es zu lesen. Doch gilt das für ein E-Book eigentlich auch? Nein! Denn alles, was man braucht, ist das Lesegerät und ein Zugang zum Internet, am besten natürlich per WLAN. Verschiedene Web-Anwendungen ermöglichen sogar das reine Online-Lesen von E-Books. Die prominentesten davon sind neben Google Books wohl Bookworm und BookGlutton. Registrierte Nutzer können bei Bookworm und BookGlutton eigene E-Books auf den Server hochladen. Doch auch E-Comic-LeserInnen kommen unterwegs etwa per iPod oder iPhone voll auf ihre Kosten. Mehr dazu im E-Book-News-Special zum Thema Online Lesen.

Die meisten E-Book-Reader eignen sich nicht zum online lesen

Online-Lesen ist eigentlich nichts für klassische E-Book-Reader. Einfache Lesegeräte wie etwa CyBook, BeBook oder iRex können nicht direkt mit dem Internet verbunden werden. Komfortablere Gadgets wie etwa Sonys PRS 700 oder Amazons Kindle sind zwar WLAN-fähig, doch auf dem langsamen, schwarz-weißen E-Ink-Display kommt beim Surfen auch keine Freude auf. Elektronische Bücher online zu schmökern macht somit eher mitUMTS- oder WLAN-fähigen PDAs, Netbooks und vor allem mit dem iPhone oder dem iPod Touch Sinn. Denn diese Geräte sind schließlich nicht nur zum Telefonieren oder Musik hören entworfen worden, sondern vor allem auch für denmobilen Internet-Zugriff.

www.mobook.de

Der Alptraum des Bibliothekars: Online lesen mit Google Books

Einer der bekanntesten Internet-Dienste, um online in Bücher hineinzuschauen, ist mittlerweile Google Books. Da Google Tag für Tag neue Bücher einscannt, wird die elektronische Bibliothek immer größer. Für Benutzer mobiler Endgeräte ist dabei seit Anfang 2009 Google Books Mobile die erste Adresse: hier finden mobile Surfer auf Netbook, PDA oder iPhone nach Angaben von Google bis zu 1,5 Millionen kostenlose E-Books zum online lesen. Gerade wer mit Laptop oder Netbook unterwegs ist, wird allerdings auch bei der regulären Google-Books-Seite gut bedient. Bei der Benutzung wird schnell ein entscheidender Vorteil des online Lesens klar. Weil man dazu einen Web-Browser benutzt, ist die Lektüre völlig unabhängig von Betriebssystem und dem jeweiligen Lesegerät. Dazu kommt bei Google Books eine weitere Besonderheit: viele Titel kann man ohnehin nur online lesen, z.T. auch in Teilen, da die Publikation noch nicht gemeinfrei ist, also noch jemand das Copyright besitzt. Bei älteren Büchern aus dem Public Domain-Bereich ist hingegen auch der Download der E-Book-Version als normales PDF möglich.

O’Reillys Rache: Bei Bookworm ist die Plattform völlig schnuppe

Mit Bookworm hat Tim O’Reilly eine kostenlose Möglichkeit geschaffen, E-Books im epub-Format online lesen zu können, nachdem man sie auf den firmeneigenen Server hochgeladen hat. Einzige Voraussetzung: man muss sich als Benutzer registieren. Die Strategie von Bookworm ist ziemlich klar — es geht darum, den Möchtegern-Monopolisten von Amazon bis Microsoft kräftig die Suppe zu versalzen. Niemand muss so mehr befürchten, ein Buch bei einem Gerätewechsel oder einem Wechsel von einer E-Reader-Software zur nächsten nicht mehr lesen zu können. Ein Nachteil des Online-Lesens per Browser wird hier allerdings auch deutlich: das Layout lässt doch etwas zu wünschen übrig.

Ich lese, du liest, wir lesen: das BookGlutton-Widget

BookGlutton ist über die gleichnamige Website zugänglich, lässt sich aber auch als kleines Skript in den persönlichen Weblog einbauen. Die Anwendung ist “book group”, Computer und Buch in einem. “Die Leute wollen gleichzeitig lesen, Anmerkungen machen und miteinander diskutieren”, formulieren es BookGlutton-Erfinder Travis Alber und Aaron Miller. Links und rechts neben dem Buchtext gibt es Chat- und Kommentarspalten. Man kann wohlgemerkt auch nur für sich bleiben, doch wer “Mitleser” sucht, wird nicht alleine bleiben. Über eine Suchfunktion lassen sich auf der Startseite sowohl Buchtitel finden wie auch passende Lesegruppen. Zur Zeit gibt es knapp 2000 E-Books in der BookGlutton-Bibliothek, allesamt gemeinfreie Literatur. Gleichzeitig ist BookGlutton aber auch eine Seite zum Book-Sharing. Nutzer können eigene Bücher im DRM-freien epub- oder HTML-Format hochladen und mit anderen E-Bookinisten gemeinsam lesen.

Nicht wirklich online lesen, aber mit Online-Zugriff auf E-Books: eReader (fictionwise) & Stanza (Lexcycle/Amazon)

Viele kommerziell orientierte Anbieter kombinieren online und offline: sie bieten eine Readersoftware für mobile Geräte an, über die dann via WLAN von unterwegs einzelne E-Books heruntergeladen werden können, manche kostenlos, manche gegen Bares. Man liest das E-Buch letzlich also offline. Ein Beispiel dafür ist der eReader von fictionwise. Sobald man Dateien auf ein Lesegerät bringt, beginnt natürlich wieder das Format-Problem. Der eReader liest nur Dateien im .pdb-Format, das dem doc-Format von Palm enstpricht. Etwas großzügiger ist da Amazons Stanza-Software. Amazons Stanza z.B. bietet für iPhone und iPod-Touch zahlreiche Klassiker als Gratis-E-Book wie auch aktuelle Bestseller. Doch Stanza kann auch viele E-Book-Formate in das eigene konvertieren. E-Books von O’Reilly oder Fictionwise kann man also über Stanza auf iPod oder iPhone übertragen.

Am besten haben es immer noch die Fans von Web-Comics

Am besten in der ganzen E-Book-Gemeinde haben es eigentlich die Fans von E-Comics. Mittlerweile gibt es ausgefeilte E-Comic-Reader für iPhone und iPod. Viele der bunten Bildergeschichten sind optimiert für den Landscape-Modus (also Querformat), blättern kann man mit einer lässigen Fingerbewegung auf dem Touch-Screen. Doch auch das Online-Lesen funktioniert sehr gut, denn gerade bei den klassischen Strips aus drei Bildern hat man im Browser alles auf einmal im Blick. Was nicht nur iPhone- und iPod-Besitzer unter den Web-Comic-Leser noch mehr zu schätzen wissen: regelmäßig kommt neuer Lesestoff dazu. So können etwa registrierte User bei gocomics Woche für Woche die neuesten Strips ihrer Lieblingshelden lesen. Das Basic-Account ist kostenlos, finanziert wird das Portal über Online-Anzeigen. Per Mausklick lässt sich sogar eine ganz persönliche Comic-Seite bauen. Das E-Comic-Angebot enthält neben Funnies-Klassikern wie Calvin&Hobbes, Dick Tracey oder Doodles, die man von den Cartoon-Seiten vieler Tageszeitungen trifft, auch viele neu entstandene Serien.

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