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E-Books im Abo mit Skoobe-App: Holtzbrinck & Bertelsmann landen Flatrate-Scoop

29 Feb 2012 3 Kommentare

E-Books werden ab jetzt rückwärts buchstabiert: mit Skoobe gibt es erstmals in Deutschland ein Flatrate-Angebot für elektronische Lektüre. Wer die gleichnamige App auf iPhone oder iPad installiert, kann zum Abo-Preis von 9,99 Euro monatlich jeweils fünf Titel gleichzeitig ausleihen. Umfangreiche Leseproben ermöglichen auch ohne aktives Abo das Anlesen aller verfügbaren Bücher. Das Angebot kann sich sehen lassen: Skoobe ist ein Joint-Venture der Mediengiganten Holtzbrinck und Bertelsmann, so dass schon jetzt mehr als siebzig Verlage mit im Boot sind. Nach Angaben des Unternehmens ist Skoobe zudem „offen für alle Verlage, die ihre Bücher auf dieser Plattform anbieten möchten“. Auch für potentielle Leser lohnt es sich, möglichst bald bei Skoobe dabei zu sein – das Eröffnungsangebot gilt nämlich nur für die ersten zehntausend Abonnenten.

Lesen auf bis zu drei Geräten gleichzeitig

Das Skoobe-Interface ist grafisch gut auf iPhone und iPad abgestimmt – neben animiertem Umblättern glänzt es mit übersichtlichen Menüs und nützlichen Listenfunktionen. Bei der Auswahl interessanter Lektüre im Online-Katalog hilft die Möglichkeit, Bücher zu bewerten und zu kommentieren. Die abwechselnde Lektüre – egal ob online oder offline – auf Smartphone und Tablet ist kein Problem, denn das Digital Rights Management erlaubt die Nutzung von bis zu drei Apple-Gadgets. Systemvoraussetzung ist iOS 4. Eine entsprechende Version für Android-Geräte soll im Laufe des Jahres 2012 ebenfalls zur Verfügung stehen. Wer bei soviel Lektüre lieber augenschonend auf einem E-Ink-Reader lesen möchte, schaut allerdings in die Röhre – das
Skoobe-Prinzip funktioniert nur als App.

Aktuelles Angebot gilt nur bis März 2013

Auch wenn man zu den ersten zehntausend Abonnenten gehört, die das Angebot in vollem Umfang nutzen können, gilt übrigens: ab 1. März 2013 können nur noch zwei E-Books gleichzeitig ausgeliehen werden. Ob Skoobe also für Holtzbrinck und Bertelsmann wirklich den langfristigen Einstieg in das Flatrate-Business bedeutet, bleibt somit abzuwarten. Der Branchentrend weist allerdings schon in diese Richtung. Amazon etwa bietet in den USA für Mitglieder des Prime-Programms bereits mehr als 100.000 Titel zur elektronischen Ausleihe an. Und auch die deutschen Stadtbibliotheken ermöglichen mit ihrer „Onleihe“-App die zeitlich befristete E-Book-Lektüre auf iPhone und iPad.

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