Das E-Book wird farbig: Fujitsu’s FLEPia erobert Tokio
Man hatte sich fast schon daran gewöhnt: E-Books sind ein bisschen so wie echte Bücher, klein, seriös verpackt und vor allem in Schwarz-Weiß. Farbige E-Ink-Displays kannte man nur aus den Hightech-Laboren der Industrie. Doch plötzlich ist die Welt auf dem Display groß und bunt, zumindest wenn man in Tokio wohnt. Dort können die Gäste des Termina Kinshicho Fujiya Restaurants seit Anfang des Monats die Zukunft des E-Books live erleben: wie der japanische Blog techon.nikkeibp.co.jp meldet, testet Fujitsu in dieser Umgebung nämlich sein neues Lesegerät FLEPia. Die WLAN-fähigen Geräte zeigen u.a. die Online-Ausgabe des “Mainichi Shogakusei Shimbun Newspaper”, Anzeigen von Restaurants und Shopping Malls sowie Zugfahrpläne und Wettervorhersagen. Das Gerät läuft ca. 50 Stunden mit einer Akku-Ladung.
Im Mutterland der mobilen Gadgets arbeitet man an der nächsten Revolution: farbige E-Reader im DIN A4-Format
Angekündigt wurde der Reader in den Displaygrößen DIN A4 und DIN A5 schon im Jahr 2007, einige Exemplare sollten im Testbetrieb laufen, dann herrschte lange Zeit Sendepause. Im Land der vielen mobilen Geräte war man offenbar vorsichtig mit der Einführung einer zusätzlichen Technologie. Nun bläst Fujitsu zum Frontalangriff auf Amazons Kindle. Doch eine emfpindliche Flanke hat das neue Gadget: der Preis für die große, bunte Welt ist hoch, ungefähr 900 Dollar sollen es sein, also dreimal teurer als die schwarz-weiße Konkurrenz. Bis die Lesewelt auch in Europa bunter wird, kann es wohl noch ein wenig dauern. Wer trotzdem schon mal einen Blick auf die Zukunft des E-Books werfen möchte, dem sei aber schon jetzt der Youtube-Channel epapertokyo empfohlen, dort kann man einen Blick in das prominente Test-Restaurant werfen.















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