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Werden E-Books teurer? Libreka lässt Verlagen mehr Spielraum nach oben

28 Jan 2011

e-book-pricing-librekaElektronische Lektüre könnte demnächst etwas teurer werden: Libreka will Verlagen in Zukunft nämlich mehr Spielraum beim E-Book-Pricing lassen. Als Distributeur beliefert die E-Book-Plattform des deutschen Buchhandels Online-Händler, aber auch Anbieter von E-Readern, die ihre Kunden direkt mit elektronischem Lesestoff versorgen wollen. Zu den großen Abnehmern gehören u.a. der deutsche iBooks-Store von Apple oder Pocketbook. Bisher war bei der Preisgestaltung im Vergleich zum Print ein Abschlag von mindestens 25 Prozent erforderlich. Wie buchreport berichtet, soll es in Zukunft eine dreifache Staffelung geben: kostet die Printfassung weniger als 10 Euro, gibt es keine Vorgabe zum E-Book-Pricing, zwischen 10 und 28 Euro dürfen sich die Verlage bis auf 90 Prozent des Print-Preises heranpirschen, bei Büchern über 28 Euro gibt es wiederum keine Festlegung. Offenbar sollen mit dieser neuen Regelung auch Verlage ins digitale Boot geholt werden, die bisher keine oder nur wenige Titel in elektronischer Form veröffentlichen. Wie weit der Spielraum wirklich ausgenutzt weden kann, ist allerdings fraglich. Wichtigste Wachstumsbremse des E-Book-Marktes in Deutschland bleiben neben einer immer noch vergleichsweise geringen Auswahl die deutlich überhöhten Preise. Zuletzt hatte eine Studie von Pricewaterhouse-Cooper gezeigt, was man den Kunden hierzulande zumuten kann: kostet die gedruckte Ausgabe eines Buches 10 Euro, wollen 80% der Befragten für die elektronische Fassung nicht mehr als 6 Euro ausgeben.