Home » Pro & Kontra

Donalds kleine Strolche außer Rand & Band: Wikileaks „leakt“ Raubkopie von „Fire and Fury“ via Twitter

9 Jan 2018

wikileaks-leakt-fire-and-furyDie berühmt-berüchtigte Enthüllungsplattform Wikileaks verbindet schon seit längerem eine … nun ja … ganz besondere Freundschaft mit ausgewählten Mitgliedern der präsidialen Familie Trump, nun kommt ein neues Kapitel dieser absurden Beziehungsgeschichte hinzu: Michael Wolffs Enthüllungsbuch „Fire and Fury“, gespickt mit deftigen Zitaten von und über „The Donald“, ist als PDF-Version von Wikileaks im Internet „geleakt“ worden, berichtet die Washington Post.

Tweet verlinkt auf Google Drive

„Full text of controversial book on Trump, ‚Fire and Fury‘, by Michael Wolff, leaks onto internet“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Tweet von Wikileaks, gefolgt von einem Link in Richtung Google Drive. Dort konnte man zeitweise ein PDF der Printversion öffnen, mittlerweile heißt es dort jedoch nur noch: „We’re sorry. You can’t access this item because it is in violation of our Terms of Service.“ Tja. Soviel dazu.

Muss man dieses Buch überhaupt „leaken“?

Doch warum muss man ein Buch, das online zum Beispiel auch für jedermann als E-Book via Amazon downloadbar ist, eigentlich „leaken“? Verständlich wäre das vielleicht, wenn das Buch auf dem Index landet und eingestampft werden muss — doch danach sieht es derzeit absolut nicht aus. Ganz im Gegenteil: auch die internationale Vermarktung des von der Little, Brown Book Group veröffentlichten Orignals schreitet voran, im Februar erscheint etwa eine deutsche Version bei Rowohlt.

E-Book-Versionen sorgen für unerschöpfliche Verfügbarkeit

Auch Lieferschwierigkeiten gibt es dank der E-Book-Ausgabe eben nicht, anders als es früher der Fall gewesen wäre, selbst wenn alle Printexemplare auf einen Schlag ausverkauft wären, könnte via E-Book-Version die zusätzliche Nachfrage problemlos befriedigt werden. Bleibt eigentlich nur ein Motiv: Julian Assange und seine Freunde wollte einen Publicity-Stunt landen. Was ja auch mal wieder gelungen ist, erneut mit indirekter Hilfe von Trump …