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Disney & das iPad: Multimedia-Konzern lobt Apples Multimedia-Tablet

15 Feb 2010

Apple iPad Disney Multimedia App Marvel E-Book Digital Books.gif„Ein beeindruckendes Gerät“ sei Apples neues iPad, freut sich Disney-Chef Bob Iger. Wen wunderts: schließlich passen Steve Jobs Multimedia-Tablet und der weltgrößte Medien- und Unterhaltungskonzern perfekt zusammen. Disney betreibt nicht nur Themenparks, sondern mischt auch kräftig im Fernseh-, Kino- und Verlagsgeschäft mit. Digitale Medien machen bisher allerdings erst 5 Prozent am Umsatz aus – mit dem iPad könnte sich das ändern.

Disney-CEO Iger hofft auf mediale Produkte mit gesteigerter Interaktivität


Die Reaktion auf Apples neues Tablet ist einhellig – zumindest unter den potentiellen Content-Lieferanten: Alle lieben das iPad. Von seiten des Disney-Konzerns war jedoch nach dem iPad-Event Ende Januar zunächst wenig zu hören. Doch bei der Vorstellung der Quartalsbilanz hat Disney-CEO das nun nachgeholt. „We think it could be a game changer in terms of enabling us to create essentially new forms of content.“ Die Stärken des iPads würden nämlich nicht nur bei konventionellen Anwendungen wie Bewegtbildern und Games liegen – die Verbindung von schnellem Internet, großem Farbbildschirm und Touch-Screen würden in Punkto Interaktivität ganz neue Produkte ermöglichen. Was genau damit gemeint war, bleibt allerdings abzuwarten. In den nächsten Monaten werden erstmal existierende Anwendungen für das iPhone an das iPad-Format angepassst. Neben einer digitalen Bilderbuch-App (Disney Digital Books) wird es etwa auch Tablet-Versionen von Marvels Comic-Viewer und der ABC-News-App geben, und nicht zu vergessen eine Info-App zur ABC-Erfolgserie Lost.

„Digitale Medien sind zwar wichtig, wir sind da aber noch am Anfang“


Die Walt Disney Company ist eben weitaus mehr als nur Mickey Mouse, Peter Pan & Bambi – zum Konzern gehören neben dem Filmstudio zahlreiche Fernsehsender und verschiedene Online-Medien. Und natürlich die Themenparks – allein mit den Disney Lands in aller Welt macht das Unternehmen die Hälfte seines Umsatzes von insgesamt 36 Milliarden Dollar im Jahr 2009. Wie man auf der Quartals-Pressekonferenz erfahren konnte, wurden dagegen mit digitalem Content im selben Zeitraum lediglich 2 Milliarden Dollar erzielt, das sind lediglich 5,8 Prozent der Gesamtsumme. Igers Kommentar: “Digitale Medien sind zwar wichtig für uns, müssen sich aber noch entwickeln. Ich sage immer: wir sind da noch am Anfang vom Anfang“ Die Richtung an sich jedoch scheint festzustehen: Erst kürzlich hatte Disney mit dem Zukauf von Marvel sein Standing in diesem Bereich deutlich verstärkt. Auf das Potential von digitalem Content dürften auch Disneys Anteilseigner hoffen – der größte heißt übrigens Steve Jobs.