Digitales Vorspiel zur Leipziger Buchmesse: Kritiker-Jury liest 480 preisverdächtige Bücher per E-Reader

leipziger-buchmesse-buchpreis-jury-e-reader-sony-prs-650 Bis zur Leipziger Buchmesse im März 2011 ist es noch etwas hin – die Jury für den dort verliehenen Buchpreis hat aber schon viel zu tun. Es gilt, unter 480 von den Verlagen eingereichten Titeln fünfzehn Kandidaten in die engere Wahl zu ziehen. Eine schier unglaublicher Lektüreberg. Hilfestellung leistet dabei zum Glück ein elektronisches Lesegerät: Sony hat den JurorInnen mit dem PRS-650 das allerneueste E-Reader-Modell zur Verfügung gestellt.

Bereits die Leseleistung der Jury ist preisverdächtig

„Leipzig liest“ heißt es auch nächstes Jahr wieder während der Leipziger Buchmesse. Das große Lesen für die Buchmesse 2011 hat aber schon begonnen – denn vor wenigen Tagen lief die Bewerbungsfrist für den Buchmesse-Preis ab. In diesem Jahr reichten 131 Verlage insgesamt 480 Titel ein, die bis März nächsten Jahres erscheinen werden. Für die Jury mit Publizistin Verena Aufferman an der Spitze eine wahre Herkulesaufgabe – obwohl die Zahl der pro Verlag erlaubten Titel diesmal um ein Drittel reduziert wurde. In jeder Kategorie – Belletristik, Sachbuch, Übersetzung – gilt es fünf Titel zu nominieren. Auf die drei Preisträger warten dann nicht nur geballte mediale Aufmerksamkeit, sondern auch ein Preisgeld von 15.000 Euro. Im Bereich Belletristik etwa konnte sich im letzten Jahr Georg Klein („Roman unserer Kindheit“) darüber freuen. Bis aus einem Berg von Büchern ein Buchpreis wird, müssen allerdings mit den Augen lange Letternwüsten durchquert und mit den Fingern kiloweise Papierseiten geblättert werden.

It’s not a trick: Vom Bücherberg zum Lesezwerg

Bisher wurde die Lektüre bei den JurorInnen tatsächlich im Printformat abgeliefert, doch dieses Jahr ist alles anders: erstmals nutzt die Jury E-Ink-Reader. Das Unternehmen Sony stellte dafür diverse Exemplare des neuen 6-Zolll-Modells PRS-650 zur Verfügung. Das Lesegerät wurde erstmals auf der IFA 2010 präsentiert und ist mittlerweile auch für Endkunden lieferbar. Jury-Vorsitzende Auffermann fühlt sich für den Lesemarathon jetzt gut gewappnet: „Wir sind viel flexibler in unserer Arbeit, denn wir haben auch unterwegs schnellen Zugriff auf alle Werke. Für die Arbeit einer Literaturjury sind das optimale Bedingungen.“ Auch in vielen Verlagen werden E-Reader mittlerweile für Lektoratsaufgaben genutzt – zumindest im PDF-Format liegen schließlich alle Titel vor. Sonys PRS-650 dürfte sich aus verschiedenen Gründen gerade für solche professionellen Leseleistungen eignen. So bietet etwa das Display dank Pearl E-Ink den besten Kontrast auf dem Markt, die Bedienung per Touch-Screen erleichtert das Umblättern, und nicht zuletzt lassen sich mit dem Finger auf dem Display auch komfortabel Unterstreichungen und Anmerkungen machen.

(Obige Abbildung zeigt die Jury-Vorsitzende Verena Auffermann und Buchmesse-Direktor Oliver Zille in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".