Digitaler Fachbuchmarkt: Springer will 50% Umsatz mit E-Books erzielen
| 6 Jul 2009 | Ansgar Warner | 0 Kommentare |
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E-Books sorgen für enorme Veränderungen im Fachbuchmarkt. Anders als bei der Unterhaltungsliteratur haben elektronische Bücher in den USA oft bereits Marktanteile im zweistelligen Bereich erreicht. Eine wichtige Rolle dabei spielen E-Reader mit größeren Displays wie Amazons neues Modell Kindle DX. Springer Science & Business Media, einer der größten Wissenschaftsverlage weltweit, rechnet sogar damit, in wenigen Jahren 50 Prozent des Umsatzes mit E-Book-Versionen von akademischem Lesestoff zu machen.
Die Wirtschaftskrise zwingt viele Bibliotheken zum Wechsel zu preiswerteren E-Book-Versionen von Fachbüchern
Wie die Online-Ausgabe der Financial Times berichtet, hat Springer bereits 22.500 Titel für den Amazon Kindle und andere E-Reader im Angebot. Der größte Vorteil ist laut Financial Times die Direkt-Vermarktung: Springer könne seine E-Books direkt an Universitäten, Unternehmen oder auch Krankenhaus-Bibliotheken verkaufen, ohne auf Zwischenhändler angewiesen zu sein. Für die Bibliotheken selbst spielt vor allem das Kostenargument eine Rolle: “Viele haben das Einspar-Potenzial der elektronischen Publikationen noch gar nicht voll ausgeschöpft”, so Springer-E-Publishing-Manager Olaf Ernst. “Ich glaube, dass die Wirtschaftskrise den Übergang von Print zu Digital sogar noch beschleunigen wird”. Springer Science&Business ist 2003 durch eine Fusion von Teilen des Bertelsmann-Konzerns und Wolters Kluwer entstanden.








