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Digitale Druckfahnen für Buch-Besprecher: Rezi-Dienst NetGalley startet in Deutschland

9 Mrz 2016 0 Kommentare

rezi-dienst-netgalley-kommt-nach-deutschlandAch ja, das waren noch Zeiten, als Lektoren und Rezensenten vorab vom Verlag eine Loseblattsammlung aus Druckfahnen in die Hände bekamen. Inzwischen gibt’s maximal ein ausgedrucktes PDF-Layout, meistens eh nur was elektronisches. Immer öfter erhalten Buch-Besprecher wie Journalisten oder Blogger, aber auch Buchhändler und Bibliothekare ihre digitalen Vorabversionen dabei von speziellen Dienstleistern wie dem US-Startup NetGalley (engl. Galley = „Druckfahne“), die zudem eine neue Kunden-Population entdeckt haben: Self-Publishing-Autoren. Denn auch die wollen natürlich ihr neues Buch oder E-Book möglichst frühzeitig an wichtige Multiplikatoren verteilen.

Service für Verlage & Profi-Leser

Nun kommt NetGalley in Kooperation mit Ullsteins Digital-Abteilung auch nach Deutschland, wie Matthias Matting auf Selfpublisherbibel.de berichtet: eine Beta-Version ist unter netgalley.de bereits aktiv, vorab allerdings nur an Verlage gerichtet. „Professionelle Leser“, darunter natürlich auch Buch-Blogger, können sich auf diesem Weg also bereits jetzt interessanten Verlags-Lesestoff für die nächste Buchbesprechung organisieren.

Alternativen für Self-Publisher

Self-Publisher müssen sich dagegen noch etwas gedulden, bevor sie in Deutschland von diesem Service profitieren dürfen, um Bücher unter die Kritiker-Crowd zu bringen. Macht aber eigentlich auch nichts, sie können ja zum Beispiel auf kostenlose Strategien zurückgreifen, etwa Leserunden auf Social-Reading-Plattformen organisieren oder Netwerke wie rezi-suche.de einspannen, risikofreudigere werden sicherlich auch auf kostenpflichtige Angebote wie blogg-dein-buch zurückgreifen. NetGalley selbst verteilt natürlich die Lektüre auch nicht umsonst, in den USA zahlt man 400 Dollar pro Halbjahr, um gelistet zu werden.

(via SelfPublisherBibel)

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