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Die “Amazon Coins” kommen – im Mai startet virtuelle Währung für Kindle Fire-Apps

7 Feb 2013

amazon-coins-virtuelle-waehrung-fuer-kindle-fire-appsStatt „In God We Trust“ heißt es für die US-Kunden von Amazon bald: „In Jeff Bezos We Trust“. Denn ab Mai wird eine neue virtuelle Währung eingeführt – mit den „Amazon Coins“ kann man in Zukunft Apps & Games im firmeneigenen App-Store einkaufen. Auch für das In-App-Shopping wird man mit dem Bezos-Taler blechen können. Ein „Zwangsumtausch“ wird jedoch nicht stattfinden, parallel bleibt auch das Bezahlen mit der Kreditkarte möglich. Um den Amazon-Kunden den Umstieg auf die neue Währung schmackhaft zu machen, zieht Jeff Bezos die Spendierhosen an – zum Start werden Amazon Coins im Wert von dutzenden Millionen Dollar verschenkt. Für den Kauf von E-Books oder E-Mags gelten die Coins jedoch vorerst nicht – gerade bei Roman-Serien würden sie natürlich ebenfalls Sinn machen.

In der Gaming-Community sind virtuelle Währungen längst gang und gäbe – innerhalb von Online-Rollenspielen wie World of Warcraft werden weltweit bereits Milliardenwerte bewegt. Nicht zufällig hat Amazon seine Coins auch gleich schon mal für konvertierbar in Richtung „Spielgeld“ erklärt: „Customers will be able to purchase in-game currencies with Amazon Coins“, heißt es in den FAQs zur neuen Währung. Für die Kunden soll der Vorteil der Amazon-Coins vor allem darin bestehen, Geld noch leichter auszugeben – schließlich sinkt die Hemmschwelle, wenn man per Fingertipp nicht Dollars, sondern „Amazon Coins“ ausgibt. Je nach dem Umrechnungswert könnte zudem auch der rein numerische Überlick verloren gehen, fast so wie beim Urlaub in Fremdwährungsländern. Das beste Beispiel bietet Microsofts XBox Live Marketplace: der aktuelle Umtauschkurs zwischen der virtuellen Währung „XPoints“ und dem US-Dollar beträgt 80 Points für einen Dollar.

Den App-Anbietern verspricht Amazon im gleichen Atemzug eine zusätzliche Chance, den Traffic, die Zahl der Downloads und im Endeffekt die Monetarisierung ihrer Produkte zu verbessern. Auch Amazon selbst hat natürlich ein vitales Interesse an mehr App-Umsatz: das Kindle Fire ist eine Shopping-Plattform, die hart am Herstellungspreis verkauft wird, um eine möglichst große Reichweite zu schaffen. Damit sich das Projekt am Ende wirklich rentiert, müssen also mit dem Android-Tablet möglichst viele digitale Güter geshoppt werden. Die „Währungsreform“ auf dem Kindle Fire könnte dazu beitragen…

Abb.: Amazon