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Destatis: 20 Millionen Bundesbürger kauften 2018 ihren Lesestoff online

25 Apr 2019

20-Millionen-BundebBuerger-kaufen-Lektuere-onlineAch ja, es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Zum Beispiel diese hier: 20 Millionen Bundesbürger haben im letzten Jahr online Geld für ihre Lektüre ausgegeben — diese vom Statistischen Bundesamt ermittelte Zahl wurde passenderweise am Welttag des Buches in die Welt posaunt. Wer die bisher für E-Books veröffentlichten Branchenzahlen vor Augen hat, wird sich nun dieselben verwundert reiben: Waren das nicht viel weniger, eher so im niedrigen einstelligen Millionenbereich? Ja, durchaus richtig. Destatis hat aber für seine Erfolgsmeldung „Bücher, Zeitungen und Zeitschriften einschließlich digitaler Ausgaben“ gezählt, die via Internet verkauft wurden.

Leserinnen kaufen online öfter ein als Leser

Es geht also bei dieser Wasserstandsmeldung um alles, was Publikumsverlage gedruckt oder digital im Netz anbieten. Das macht diese Zahl dann doch wieder hochinteressant, gerade was die Aussichten für die Zukunft betrifft. Denn 20 Millionen Bundesbürger, das entspricht etwa 40 Prozent der 50 Millionen deutschen InternetnutzerInnen insgesamt. Wobei Männer etwas seltener, Frauen etwas häufiger Lektüre online einkauften, und in punkto Lebensalter die Generation der 25 bis 45-Jährigen beim digitalen Shoppen von Lesestoff vorne lag.

Gesamte Branche profitiert vom Trend

Doch eins zeigt die Zahl auf jeden Fall: das Internet als Vertriebsschiene bietet wachsende Chancen für die gesamte Branche — tatsächlich gelingt es ja auch immer mehr Zeitungen, ihre Gesamtauflage durch den Verkauf von Digi-Abos zu stabilisieren. Doch auch Print-Abos werden natürlich heutzutage online abgeschlossen. Und auch der Buchhandel profitiert, egal ob nun Print-Exemplare geordert oder E-Books heruntergeladen werden. Insgesamt scheint aber der Wandel von Print zu Online bis auf weiteres bei der Tages- und Wochenpresse weitaus schneller zu laufen als bei Büchern. Aber immerhin: viele potentielle E-Book-Käufer sind grundsätzlich als Konsumenten bereits ins Netz gegangen…

(via Destatis.de)