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Paid Content: Deutsche Digital Natives zahlen für Musik & Games, Silver Surfer für E-Books (lt. DCI-Studie)

4 Mrz 2016 0 Kommentare

paidcontentstudie-dciFunktioniert Paid Content auch in Deutschland? Ja, behauptet eine neue DCI-Studie, die sich auf eine Online-Befragung von 2.600 Bundesbürgern stützt. Schon bisher, so die Schätzung, werden hierzulande jährlich bis zu 1,1 Milliarden Euro mit digitalen Bezahlinhalten umgesetzt. Allerdings bleibt noch sehr viel Spielraum nach oben: denn bisher hat gerade mal jeder zehnte Deutsche Erwachsene schon mal die Geldbörse für digitale Inhalte gezückt. Oder in absoluten Zahlen ausgedrückt: von angenommenen 56 Mio. Online-Nutzern in Deutschland gehören bisher erst ungefähr 6,4 Mio. zu den Paid-Content-Payern.

Digitale Jugendkultur prägt Paid-Content-Nutzung

Warum ist das so? Die einfachste Antwort: Paid Content ist eine Altersfrage. Ganz vorne liegt wohl nicht zufällig die Generation Smartphone, aufgewachsen mit iPhone, iPad & Co.: Fast jeder fünfte Online-Nutzer zwischen 18 und 34 Jahren hat schon mal für digitale Inhalte und Services gezahlt.

Die digitale Jugendkultur bestimmt deswegen auch die konsumierten Inhalte ingesamt: jeder zweite Paid Content-Nutzer bezahlt für Musik und Games, und 40 Prozent berappen Euros für Filme und TV-Serien. Geld für elektronische Lektüre fließt natürlich auch, allerdings deutlich spärlicher: nur jeder vierte (27,8 Prozent) nutzt E-Books, nur jeder zehnte News oder Fachinformationen.

E-Books: Heavy-User bei Generation Ü-65

Nach Altersgruppen aufgeschlüsselt sind die Unterschiede sogar noch viel stärker: während die Heavy-User von Musik, Games und Bewegtbild unter den 25 bis 34jährigen zu finden sind (Nutzerquote: zwei Drittel), liegt bei E-Books die Altersgruppe 65 plus ganz vorne, fast jeder zweite von ihnen schmökert auf elektronischen Displays.

Geht’s aber darum, wo die Inhalte gekauft werden, findet man kaum Unterschiede: ob jung oder alt, hauptsächlich wird Amazon genutzt, danach folgen mit deutlichem Abstand und stärken Altersdifferenzen (je jünger, desto mehr Nutzer) Google Play und iTunes. Bezahlt wird in den meisten Fällen via Paypal, Rechnung und Lastschrift liegen knapp vor der Kreditkarte.

Kaum jemand will mehr als 10 Euro pro Monat zahlen

Wobei Einzelkäufe wiederum eine Altersfrage sind, die 18 bis 34jährigen nutzen besonders gerne Abos und Flatrates, ähnlich ist es interessanterweise bei den Silver Surfern über 65 Jahre. Solche Flatrates scheinen sich auch hervorragend mit der Obergrenze der Zahlungsbereitschaft zu vertragen: sie liegt nämlich bei den deutschen Internet-Besuchern irgendwo zwischen 10 und 20 Euro pro Monat.

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