Dasung PaperLike: erster E-Ink-Monitor für den Desktop vorgestellt

Neue Chance für E-Ink? Nach Smartphone (z.B. Yotaphone) und Tablet (z.B. Onyx Boox T68) stößt das elektronische Papier nun offenbar in Richtung Desktop vor, zumindest als Second Screen: auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird in dieser Woche am Stand des Marktführers e-ink.corp ein 13,3-Zoll großer E-Ink-Monitor von Dasung gezeigt, auf dem sich via USB-Port der Bildschirminhalt eines Laptops spiegeln lässt.

Sogar Bewegtbild möglich

Im Standard-Modus können bei einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln 16 Graustufen dargestellt werden, es gibt aber auch einen 5-Graustufen bzw. 2-Stufen (also Schwarz-Weiß-)Modus, bei dem die Screen-Refresh-Rate fast so schnell ist wie bei einem normalen LCD-Monitor, was u.a. auch die Darstellung von Bewegtbildern ermöglicht. Dasungs Monitor basiert auf dem speziell für große Displays entwickelten Standard „Fina E-Ink“, der Glas als Trägermaterial nutzt und dank schlankerem Aufbau deutlich Gewicht spart.

Auch Pocketbook nutzt 13,3-Displays

Als erster Reader-Hersteller hatte Pocketbook diesen neuen Standard schon letztes Jahr für den ebenfalls 13,3 Zoll großen CAD-Reader eingesetzt. Das chinesische Unternehmen Dasung ist nun ein weiterer Kooperationspartner des Marktführers E-Ink Corp – und bietet den augenschonenden, kontraststarken Second Screen seit Dezember 2014 auf dem chinesischen Markt zum Preis von umgerechnet 675 Euro an (z.B. via www.midoo.cc).

Nächster Schritt: Laptop mit E-Ink-Display?

Nicht nur für die Zukunft von reflexiven Displays, sondern auch für die Zukunft der mobilen Arbeitswelt könnte sich der E-Ink-Monitor als wichtiger Impulsgeber erweisen – denn in punkto Ergonomie ist ein portabler Bildschirm auf Basis von elektronischem Papier natürlich ein unschlagbarer Vorteil. Auch ein Laptop mit integriertem (und stromsparendem!) E-Ink-Monitor dürfte großes Vermarktungspotential besitzen.

(via The Digital Reader)

Abb.: Midoo.cc

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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