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„Das Ende vom digitalen Anfang“: Global eBook Report 2016 sieht neue Phase des medialen „anything goes“

15 Apr 2016

global-ebook-report-2016Wie geht’s der E-Book-Branche? Das zeigt weltweit und sehr detailliert schon seit 2011 der jährliche „Global eBook Report“ von Branchenberater Rüdiger Wischenbart. Und eins ist 2016 so klar wie nie: Nachdem die Kindle-Epoche nun fast schon ein Jahrzehnt umspannt, geht der anfängliche E-Book-Boom offenbar weltweit zu Ende, die Zuwachsraten in punkto Digital-Buch flachen ab, zumindest für die traditionellen Verlagshäuser, während Global Player wie Amazon wie auch die Self-Publisher-Szene weiter wächst. Zugleich stabilisiert sich der Print-Buch-Bereich – pendelt sich also ein neues Gleichgewicht ein?

„End of the digital beginning“

Das wäre wohl zuviel gesagt. Eher bleibt alles im Fluss. Im Executive Summary des aktuellen Global eBook Report liest man: „Altogether, what we currently see is most probably the ‚end of the digital beginning‘, and the beginning transition into the next, perhaps even more challenging phase, where writing, publishing and reading morph into fluid settings, where any content, in any format, is available for almost any user – yet without much stability both with regard to who is offering what, as well as how that offer is taken in by the many fickle audiences around the world.“

Global & European Player im Blick

Um der neuen Welt des medialen „Anything Goes“ näher auf die Spur zu kommen, hat der diesjährige Report die Perspektive erweitert – und betrachtet Print- und E-Book-Märkte ausgewählter Länder & Regionen im direkten Vergleich. Auch die Präferenzen und Gewohnheiten der Nutzer bei der Mediennutzung werden einbezogen, ebenso der Einfluss von E-Book-Piraterie. Nicht fehlen darf natürlich der Blick auf die Aktivitäten von Global Playern wie Amazon, Apple, Rakuten & Kobo – sowie auf die europäische Expansion der Tolino-Allianz.

E-Book-Philosophie: Jeder macht’s anders anders

Doch zur Welt des „Anything Goes“ gehört dem Report zufolge eben auch, dass neben den weiter wachsenden Online-Riesen viele neue, kleinere Indies mit eigenen E-Pubishing-Konzepten auf den Buchmarkt drängen und sich etablieren. In den Worten des Global E-Book Report: „‚Ebooks‘ are not one thing, or format, or concept – but rather a shortcut for a wide array of options to do things differently“.
Wischenbarts „Global eBook Report 2016“ gibt’s übrigens derzeit noch zum Einführungspreis von 15 Euro, später kostet er dann 20 Euro.