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cBook statt nur eBook: lässt sich eine Geschichte halb im Bewegtbild, halb im Text besser erzählen?

16 Nov 2017 0 Kommentare

cbook-kombiniert-film-und-buchErinnert sich noch jemand an das „Vook“, also die Mischung aus Video-Clips und E-Book-Text? Immer wieder mal gab es in den letzten Jahren Versuche, das elektronische Buch medial weiterzudenken, erleichtert natürlich durch das App-Zeitalter, denn auf Smartphone & Tablet ist das alles auch auf mobilen Lesegeräten technisch kein Problem. Meist war Multimedia allerdings nur schmückendes Beiwerk, am Markt durchsetzen konnten sich die Produkte letzlich nicht. Aber man soll die Hoffnung auf was neues ja nie aufgeben…

Erst Text plus Film ergeben die ganze Story

Im Google Play Store wie auch in Amazons Kindle Shop kann man jetzt wieder einen Versuch in dieser Richtung probelesen — „Monsoon Tide“ von Nick Fletcher und Elsa Evripidou. Die beiden Medienkünstler nennen ihr Projekt „cBook“, wobei „c“ für „cinematic“ steht. Der Claim der cineastischen Buchmacher geht so: „Imagine a product where you can access a character’s backstory, inner thoughts and motivations but you can also see and hear the people, locations and action with the immediacy of a film.“ Zwischen die Text-Kapitel sind zu diesem Zweck kurze Film-Clips eingebettet, die Teile der Handlung ergänzen bzw. parallel erzählen — erst Bewegtbild und Text zusammen ergeben also die komplette Story.

„Monsoon Tide“ als Prototyp

Erzählt wird in Monsoon Tide die Geschichte von Anni, einer englisch-indischen Entwicklungshelferin, die kurz nach dem Tsunami von 2004 in ihren Heimatort Kerala zurückkehrt, im Gepäck die Asche ihres verstorbenen Vaters. „Am Anfang unseres cBooks stand die komplette Filmfassung von Monsoon Tide“, so die Autoren. „Wir haben dann 15 Clips mit jeweils 3 bis 5 Minuten Spielzeit ausgewählt, die besonders viel Handlung oder besonders starke Bilder vermitteln und besondere Bedeutung für die Geschichte haben“.

Dass am Ende nicht nur ein Film, sondern auch ein „cBook“ herauskam, liegt daran, dass Fletcher mit dem Film alleine nicht zufrieden war und mehr über den Hintergrund der Charaktere erzählen wollte: „Ich hatte so eine Art Heureka-Moment als mir bewusst wurde, dass die E-Book-Technologie es möglich macht, Buch und Film zu kombinieren.“

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