Eine Handvoll Edelfedern und eine Horde elender Skribenten: SZ nimmt „ungebundene Autoren“ unter die Lupe

Die Süddeutsche Zeitung nahm gestern das Phänomen der „ungebundenen Autoren“ unter die Lupe, vulgo: Self-Publishing — und beschreibt (online leider hinter der Paywall…) eine Branche im Schatten gewohnter Bestseller-Listen und klassischer Feuilleton-Kritik, die sich zunehmend professionalisiert. Was u.a. mit Zahlen von Matthias Mattings aktueller Autorenumfrage (siehe selfpublisherbibel.de) belegt wird, an der mehr als 800 Indie-Autoren teilgenommen haben. Was Motivationen der Autoren, ihre Strategien, aber auch ihren Verdienst betrifft, liefert die „Große Selfpublishing-Umfrage“ tatsächlich eine Menge interessanter Zahlen. So würden zum Beispiel viele Indies gerne auch bei einem Verlag veröffentlichen, wenn die Bedingungen stimmen. Nicht wenige haben es auch schon mal getan. Viele würden ihre selbst verlegten Bücher auch gerne im traditionellen Buchhandel vermarkten, tatsächlich machen oder versuchen es bisher aber nur wenige von ihnen.

Viele Zahlen weisen auch auf die wachsende Professionalisierung der Indie-Branche hin — so geben viele Self-Publisher Covergestaltung, Korrektorat und Lektorat in externe Hände, es wird einiges Geld in Marketing und Vertrieb investiert. Nicht wenige Autoren haben auch schon mehr als ein Dutzend Titel veröffentlicht – und es gibt eine kleine Minderheit von Self-Publishern, die gutes Geld verdient — jeder zehnte der Befragten scheffelt mehr als 4.000 Euro pro Monat.

Die große Mehrheit allerdings kann nicht vom Schreiben allein leben, mehr als zwei Drittel der elenden Skribenten verdienen nämlich weniger als 500 Euro pro Monat. Kleine Fußnote: Matthias Matting selber wird von der SZ mit einem Monatseinkommen zwischen 15.000 und 20.000 Euro als einer der „250 erfolgreichsten deutschen Selfpublisher“ eingeordnet.

(via Buchreport)

Indies immer organisierter: Selfpublisher-Verband meldet Rekord-Zuwachs & neue Fördermitglieder

selfpublisher-verband-2017Der 2015 gegründete deutsche Selfpublisher-Verband entwickelt sich immer mehr zum Sprachrohr der deutschen Indie-Szene – mit 320 Mitgliedern konnte auf der diesjährigen Zusammenkunft auf Bundesebene sogar eine Verdopplung der Mitgliederzahlen gemeldet werden. Auch die Aktivitäten entwickelten sich vielfältig. Überall im Land entstehen Regionaltreffen. Die Messepräsenzen des Verbandes konnten ausgebaut werden und mit Snipsl, tolino-media und Morian & Bayer-Eynck sind zudem drei neue Fördermitglieder mit im Boot.

Präsenz auf Buchmessen soll ausgebaut werden

Die frisch gewählten Vorsitzenden Vera Nentwich und Ruprecht Frieling haben viel vor, so wurde bereits eine größere Präsenz des Verbandes auf der Buchmesse Leipzig angekündigt. Zudem hat der Verband eine Online-Meetingplattform lizensiert, um mehr für den Austausch und die Weiterbildung der Mitglieder anbieten zu können. Als weiteres Ziel für 2018 wurde die Intensivierung der Presse- und Medienarbeit anvisiert.

Professionalisierung des Selfpublishings unterstützen

Der Gründungsvorsitzende und Indie-Szene-Papst Matthias Matting (u.a. bekannt als Herausgeber der Selfpublisherbibel) hatte nicht mehr kandidiert, bleibt aber im Beirat des Verbandes und will sich weiter um den Selfpublisher-Preis kümmern, den es auch 2018 wieder geben wird. Hauptziel des Selfpublisher-Verbandes bleibt es auch in Zukunft, den Indie-AutorInnen einen besseren Zugang zum Buchmarkt zu ermöglichen und die steigende Professionalisierung des Selfpublishing zu unterstützen.

Geplantes Frühableben? Macmillan killt Self-Publishing-Plattform Pronoun – 18 Monate nach Übernahme

pronoun-aka-vook-gibt-auf„Verlag essen Self-Publishing auf“, schrieb ich vor knapp anderthalb Jahren, als die Übernahme von Pronoun durch Macmillan uns eine weitere Self-Publishing-Plattform in prominenter Verlagshand bescherte. Damals hatte Pronoun schon einiges hinter sich, ursprünglich war das Startup mal unter dem Namen Vook als Spezialist für multimediale E-Books angetreten (Video plus E-Book = Vook), dann folgte der Schwenk in Richtung Self-Publishing mit ganz speziellen Features, welche wiederum von Vook geschluckte Startups wie booklr (Kauf- und Nutzungsdaten-Analyse) oder Coliloquy (Reader Engagement & Choose your own Adventure) beisteuerten.

Data- & Analytics-Sparte besteht fort

Heute muss man wohl schreiben: „Verlag spucken Self-Publishing aus“. Denn auf der Pronoun-Landingpage ist nur noch ein „Epilog“ zu lesen: „Unfortunately, Pronoun’s story ends here“. Es habe trotz großartigen Feedbacks aus der Nutzer-Community letztlich keine Aussicht auf Profitabilität gegeben, beteuert das Macmillan-Management gegenüber Publishers Weekly. Die „Data- & Analytics“-Sparte von Prounoun allerdings soll fortbestehen — und fortan offenbar für die Zwecke des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Verlages genutzt werden.

Ein Fall von „Verlag verdauen Startup-Knowhow“

Pronoun-CEO Josh Brody und sein Chief Product Officer Ben Zhuk wurden übrigens schon zu Beginn des Jahres vor die Tür gesetzt, was die Vermutung nahe legt, dass es der Chefetage von Macmillan von Anfang an eher um das von Pronoun durch Zukäufe angehäufte Anwendungswissen ging, nicht um ein langfristiges Engagement in Sachen Self-Publishing. Noch exakter sollte man über den ganzen Vorgang also besser schreiben: „Verlag verdauen Start-Up-Knowhow“.

(via Publishers Weekly)

Google Play öffnet erneut die Türen für Indie-Autoren, vorsichtig, Schritt für Schritt

google-play-erlaubt-wieder-indie-autorenGewinne neue Fans und verkaufe mehr Bücher“ — super Tipp, den man auf der Landing-Page des „Books Partnercenter“ von Google Play lesen kann. Leider ist Googles Self-Publishing-Plattform aber seit mehr als zwei Jahren geschlossen, es werden offiziell keine neuen Mitglieder aufgenommen. Grund für das Herunterlassen der Jalousien war die Überhand nehmende E-Book-Piraterie — immer mehr „Scammer“ veröffentlichten via Google Play Texte von Dritten ohne Genehmigung.

„Begrenzte Zahl von Publishern wird aufgenommen“

Doch mittlerweile wurde die direkte Pforte (es gibt ja auch den Weg über Distributoren) wieder einen Spalt breit geöffnet: „We’re currently accepting a limited numer of new Publishers“, heißt es in einer Ankündigung, inklusive Weiterleitungs-Link zu einem Anmeldeformular. Als Verlagstyp kann man alternativ die Option „Autor im Selbstverlag“ angeben, d.h. die Anmeldung steht nicht nur konventionellen Verlagen, sondern auch Indie-Autoren offen.

Google hat Probleme mit E-Book-Piraterie

Die etwas merkwürdige Door-Policy hat offenbar damit zu tun, dass Google – ähnlich wie Amazon – das Betrugs-Problem alleine mit Algorithmen nicht in den Griff bekommen kann, und deswegen auf Anmeldungen, Wartelisten und händische Betreuung setzt. Oder, wie Nate Hoffelder von The Digital Reader schreibt: „they may have no other choice but to have a real person deal with the problem„.

Ein Satz, den man immer öfter hört in diesen Tagen… Ob nun digitales Mobbing, Fake-News oder eben E-Book-Piraterie, so richtig gut läuft es im Web am Ende nur noch, wenn auf beiden Seiten der (Daten-)Leitung an irgendeiner Stelle auch mal ein Mensch in der Kommunikationsschleife sitzt.

BoD-Umfrage: Indies im Buchhandel schon ganz gut verankert, doch es bleiben noch viele Wünsche offen

indies-im-buchhandel-schon-gut-verankertImmer mehr Self-Publisher entdecken Print-On-Demand als Absatzkanal, und parallel den traditionellen Buchhandel als Vertriebspartner — das zeigt eine aktuelle Umfrage von BoD & Buchreport unter mehr als 300 Buchhändlern. Jeder zweite der befragten Stationären (52 Prozent) führte bereits Self-Publishing-Titel, etwas mehr als im letzten Jahr (s.a. Infografik unten).

Regionaler Bezug als Door Opener

Dabei bleiben Titel mit regionalem Bezug der Türöffner für die Indies — die Hälfte der Befragten sah hier Potenzial. Aber auch populäre Genres (22 Prozent), Ratgeber (18 Prozent) oder Belletristik (17 Prozent) schaffen es nicht selten in die Regale des lokalen Handels. In der Regel direkt über die Kooperation von BoD mit diversen Barsortimentern, für jeden zweiten Buchhändler ist die Listung bei Libri, KNV & Co. Vorbedingung. Jedem dritten reicht ein Eintrag im VLB.

Amazon hat Lieferbarkeits-Problem

Bei Amazons PoD-Service Createspace gedruckte Titel dagegen landen nur dann beim Buchhändler um die Ecke, wenn Autoren direkt und erfolgreich Kontakt aufnehmen, oder Kunden solche Titel bestellen, und der Händler die Bestellung tatsächlich über Amazon abwickelt (11 Prozent der Befragten tun das!). Der Umfrage zufolge wächst auch die Nachfrage nach Indie-Titeln von seiten der Kunden, die Zahl der Anfragen habe zugenommen.

Nicht alle Buchhändler zufrieden

Bis zur Gleichstellung von Indie-Titeln und Verlagsware ist es aber noch ein weiter Weg — drei Viertel der Buchhändler sehen immer noch Mängel bei der gestalterischen und inhalterischen Qualität, wünschen sich Fortschritte bei der Barsortiments-Lieferbarkeit und auch die gewohnten Buchhandelskonditionen (z.B. Remissionrecht).

(via Buchreport.de)

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Megaseller von morgen: MVB & Self-Publisher-Verband suchen bestes selbstverlegtes Buch des Jahres 2017

selfpublishing-preis-2017Vorhang auf für den Deutschen Selfpublishing-Preis: erstmals wollen in diesem Jahr die Börsenvereins-Tochter MVB und der Selfpublisher-Verband das „beste selbstveröffentlichte Buch in deutscher Sprache“ küren. Neben der Auszeichnung durch eine siebenköpfige Fachjury wird es auch einen Publikumspreis geben, der aus den im ersten Schritt erfolgten Shortlist-Nominierungen (insgesamt zehn Titel) ermittelt wird.

„Professionell, innovativ, erfolgreich“

“Wir suchen ein gutes Buch, das jeder Buchhändler gern verkaufen würde“, so Mitveranstalter Matthias Matting vom Selfpublisher-Verband. „Die Preisträger sollten ein hervorragendes Beispiel dafür liefern, wie Selfpublisher im besten Fall arbeiten: professionell, innovativ, erfolgreich, zielgruppengerecht und sprachlich ausgezeichnet“. Idealerweise entdecke man auf diese Weise den Bestseller von morgen. Dotiert ist der Platz auf dem Siegertreppchen mit einem Preisgeld von 10.000 Euro. Zudem erhalten der Gewinner und alle Shortlist-Kandidaten ein umfangreiches Paket an Buchmarketing-Leistungen.

Verfügbarkeit im Buchhandel ist Voraussetzung

Auf der Webseite www.selfpublishing-preis.de können unabhängige Autorinnen und Autoren noch bis zum 31. Juli deutschsprachige Titel aller Genres als pdf-Datei einreichen. Akzeptiert werden selbstverlegte Bücher, die nach dem 29.05.2016 erschienen sind. Weitere Voraussetzung ist die Verfügbarkeit im Buchhandel, in diesem Fall nachgewiesen durch ISBN-Nummer und einen Eintrag im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB).

Indie-Literatur besser vermarkten

Denn genau darum geht’s am Ende auch — Indie-Titel sollen mehr Präsenz im klassischen Buchhandel erhalten: „Bei der Vermarktung qualitativ hochwertiger Titel gibt esnoch ungenutzte Potenziale, die wir mit dem Deutschen Selfpublishing-Preis aufzeigen und ausschöpfen möchten“, so Sandra Schüssel von den MVB Labs. Der Self Publishing-Organisatoren würden sich als „Mittler zwischen engagierten Autoren, Buchhandlungen und Lesern“ verstehen.

Crossover-Storytelling: Qidian veröffentlicht Indie-Titel aus China in englischer Übersetzung

qidian-storytellingPreisfrage: welcher E-Book-Markt ist umsatzmäßig der zweitgrößte weltweit, nach den USA? Ganz einfach: China. Ganz besonders boomt dort der „Online Reading“-Sektor, mit anderen Worten – das Self-Publishing. Mit „Qidian International“ gibt es nun erstmals auch eine große Plattform, die solche Indie-Titel in englischer Übersetzung weltweit verfügbar macht.

Die Titel der unter webnovel.com erreichbaren Storytelling-Community klingen ebenso exotisch wie vielversprechend – zum Beispiel „Forty Milleniums of Cultivation“, „Plundering The Dao of the Immortal Journey“ oder „The Kings Avatar“.

Zu den literarischen Kategorien gehören interessanterweise nicht nur westliche „Fantasy“ oder „Sci-Fi“, sondern mit „Xuanhuan“ (Crossover-Fantasy mit Motiven aus der östlichen Mythologie) und „Xianxia“ (Martial Arts) auch zwei typisch chinesische Popkultur-Genres. Nach dem Vorbild von Wattpad oder Radish findet das „Online Reading“ direkt im Browser bzw. via Smartphone-App statt, die Qidian-App gibt’s für Android und iOS.

Hinter Qidian steht „China Reading“, eine der größten chinesischsprachigen Storytelling-Plattformen, die nach eigenen Angaben mehr als 8 Millionen Stories und mehr als 200 Genres/Subgenres versammelt. Viele Titel mit Bestseller-Potential sollen außerhalb Chinas nun auch in Übersetzung und als Printversion vermarktet werden, bisher konnte China Reading bereits Lizenzen für mehr als 100 Titel an Verlage u.a. in den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland verkaufen.

(via Publishing Perpectives

Organisiere Deine Lesung – vier Tipps für ein klassisches Autoren-Werbemittel

Organisiere-deine-LesungDie Autoren-Lesung ist wohl einer der Werbemittel-Klassiker in der Buchbranche – und deswegen auch für Self-Publisher ein sehr wirksames Marketing-Instrument. Oft ist es aber gar nicht so leicht, eine Lesung zu organisieren. Deshalb bringen wir dir hier vier Tipps näher, die dir dabei helfen können, ein solches Event vorzubereiten, eine passende Location zu finden und die Veranstaltung zu bewerben.

Zielgruppe ansprechen

Halte Deine Augen offen nach geeigneten Locations in Deinem Umfeld. Es ist nie verkehrt, auch Kooperationspartner oder Leute mit ins Boot zu holen, die Dir bei der Werbung und der Organisation helfen können. Lasse Dich von anderen Autoren inspirieren, gehe zu Lesungen und überlege Dir, was Dir gut gefällt und worauf Du lieber verzichten möchtest. Bei all diesen Überlegungen solltest Du aber immer eines im Hinterkopf haben: Deine Zielgruppe.

Als Autor kennst Du Dein Buch und Deine Leser am besten. Wenn Du ein Kinderbuch geschrieben hast, bietet sich eine Vorlese-Stunde in einem Kindergarten oder der Bibliothek vor Ort an. Dein Buch handelt von einem kontroversen oder aktuellen Thema? Dann bietet sich eine Podiumsdiskussion oder ein Interview mit einem Experten an.

Kooperationspartner

Suche dir einen Kooperationspartner, der zu Deinem Buch und dem Thema Deines Events passt.
Dein Liebesroman spielt auf einem idyllischen Weinberg? Dann wäre eine Weinhandlung mitsamt Verkostung eine gute Idee. Lasse Deiner Fantasie freien Lauf!

Eine Buchhandlung ist ein klassischer Kooperationspartner für eine Lesung. Da in Buchhandlungen Lesungen häufiger stattfinden, hat der Buchhändler bestenfalls bereits eine gewisse Expertise auf diesem Gebiet und kann dir fachmännisch bei der Planung zur Seite stehen.

Überlege Dir, was Deine ideale Lesung wäre. Ein Burghof? Ein Raumschiff? Bei Dir im Schrebergarten? Danach solltest Du Dich darauf konzentrieren, wie das in der Realität umsetzbar wäre. Du kannst natürlich nicht mit Deinen Lesern ins All fliegen. Vielleicht gibt es bei Dir in der Nähe aber ein Museum, dass sich mit diesem Thema auseinandersetzt, oder ein Planetarium.

Aktive Werbung

Ziel der Lesung ist es, möglichst viele, darunter auch neue Leser zu erreichen. Daher solltest Du bei der Werbung auch nicht sparen.

Drucke Flyer und Plakate (sowas kostet heute nicht mehr viel). Frage an, ob Du sie in der Bücherei, einem Café oder Bücherladen in Deiner Nähe auslegen darfst. Erstelle eine Facebook Veranstaltung und lade fleißig ein. Melde Deine Lesung bei lokalen Veranstaltungskalendern an. Spreche mit Pressevertretern Deiner lokalen Zeitung, lade sie zu Deiner Veranstaltung ein, um über Dein Buch zu berichten.

Nimm an Veranstaltungen für Autoren und Autorinnen Teil: Ein besonders wichtiges Event im deutschsprachigen Raum ist der Self-Publishing Day. In diesem Jahr findet die jährliche Convention am 10. Juni in Hamburg statt, und ein spannendes Programm erwartet die Teilnehmer. Feiyr und Nova MD (Printbuch/Hörbuch-Vertrieb) werden auch dort vertreten sein und freuen sich auf spannende Gespräche.

Vorbereitung

Auf Deinen Lesungen geht es nur um Dich und um Dein Buch: Überlege Dir also gut, welche Textstellen Du vorlesen möchtest, diese sollten kurz aber prägnant sein.

Übe laut zu lesen, die Texte abwechslungsreich und passend zu betonen, und achte auf Deine Mimik und Gestik. Es kann helfen, Deine Texte im Vorfeld Freunden oder der Familie vorzulesen. Diesen fällt vielleicht noch etwas auf, worauf Du noch gar nicht geachtet hast. Nimm Deine Stimme beim Lesen auf und höre Dir die Aufnahme an. So kannst Du an Stellen feilen, die Dir besonders wichtig sind.

Nicht jeder Besucher Deiner Lesung wird das Buch sofort kaufen, deshalb ist es wichtig, in Erinnerung zu bleiben. Kleine Geschenke wie Lesezeichen oder Postkarten können dazu beitragen – auch kostenlose Leseproben eignen sich gut.
Eine kurze Fragerunde am Ende Deiner Lesung vermittelt den Zuhörern ein Gefühl von Exklusivität und Nähe zu Dir, dem Autor. dadurch lernst Du Deine Zielgruppe besser kennen, um in Zukunft noch besser auf die Wünsche Deiner Leser einzugehen.

Mehr Infos findest Du auf: facebook.com/FeiyrBooks/

Hinweis: E-Book-News ist Medienpartner des Self Publishing Day 2017.

„Was zählt ist die Professionalität“: Phantastik-Autoren-Netzwerk nimmt jetzt auch Self-Publisher auf

pan-nimmt-selfpublisher-aufWann ist man wirklich Autor? Viele Schriftsteller- und Autorenverbände haben es sich früher einfach gemacht: wer einen Verlagsvertrag in der Tasche hatte, schien des Beitritts würdig. Doch das kommt — zum Glück — dank Indie-Boom aus der Mode. Jüngstes Beispiel dafür ist das „Phantastik-Autoren-Netzwerk“ (PAN) – nach einer Satzungsänderung können jetzt auch Selfpublishing-Autoren die Mitgliedschaft in dem seit 2015 bestehenden Verband beantragen.

Verlagsvertrag ist keine Pflicht mehr

Bisher musste man laut Satzung „mindestens eine eigenständige Veröffentlichung eines phantastischen fiktionalen Werks bei einem Verlag vorweisen“, explizit nicht akzeptiert waren „Eigenverlag“, „Self-Publishing“ sowie „Druckkostenzuschussverlag“. In Zukunft ist es nun egal, was im Impressum steht. Nicht aber, wie die Bücher der AutorInnen insgesamt beschaffen sind – der PAN schaut jetzt genauer hin.

Fehlerrate, Covergestaltung etc. als Kritieren

„Bereits bei der Gründung haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir Selfpublishern den Zugang zu unserem Verein ermöglichen können, ohne eine Qualitätskontrolle durchzuführen“, berichtet PAN-Vorstandsvorsitzende Diana Menschig. „Trotzdem ist uns bei Verlags- wie unabhängig publizierenden Autoren die Professionalität wichtig.“ Deswegen wird der Verband die Bewerbungen vorab checken – Menschig zufolge anhand von „weichen Gesichtspunkten“ wie etwa Fehlerrate, Covergestaltung und Verfügbarkeit für die Leser.

Nachwuchsautoren im Blickfeld

„Besonders wichtig war es uns, Kriterien zu finden, mit denen wir Verlagsautoren und Selfpublisher gleich behandeln“, so Lena Falkenhagen, neu gewählte 2. Vorsitzende des PAN. Ebenfalls neu in den PAN-Regularien ist eine zeitlich befristete Kategorie „Nachwuchsautoren“ für all diejenigen, die eine Veröffentlichung anstreben. „Unser Wunsch ist ein Mentoring-Programm, damit Neulinge die Unterstützung unserer Profis erhalten“, ergänzt Diana Menschig.

Get-Together der Indie-Autoren: Selfpublishing Day 2017 findet in Hamburg statt

selfpublishing-day-2017-hamburgDie einen nennen es das „Familientreffen der Autoren“, die anderen schlicht den „Self-Publishing Day“: zum vierten Mal findet am 10. Juni 2017 der bundesweite Convent für Belletristik- und Sachbuchautoren statt – eine großartige Gelegenheit, um mehr über aktelle Trends, wirksame Marketingmethoden sowie optimale Schreibtechniken zu erfahren.

„Qualität der Veröffentlichungen steigt“

Die ständig steigenden Teilnehmerzahlen des SP-Days zeigen, wie zugleich auch die Professionalität der deutschen Indie-Autoren wächst. „Viele Autoren, die ihre Werke erfolgreich im Selbstverlag herausgebracht haben, bekommen mittlerweile gute Angebote von klassischen Verlagen“, so SP-Day-Organisator Lutz Kreutzer. „Auch hier hat man mittlerweile registriert, dass die Qualität der Veröffentlichungen durchaus an die von Verlagsproduktionen herankommt“.

Erfolgreiche Autoren als Speaker

Doch was muss man wissen, um so erfolgreich zu sein? Genau darum geht’s beim Self-Publishing Day 2017 in Hamburg — die Teilnehmer erhalten geballtes Know-How aus erster Hand: „Die Speaker beim Self-Publishing-Day 2017 in Hamburg sind ausschließlich erfolgreiche Autoren oder branchennahe Experten“, so Kreutzer.

Zur Einführung präsentiert Matthias Matting, bekannt als Herausgeber der Self-Publisher-Bibel, die allerneuesten Marktzahlen zum Self-Publishing. Doch welche Genres, welche Shop-Kategorien sind beesonders erfolgversprechend? Wie wichtig sind Titel und Pseudonyme? Das weiß Johannes zum Winkel, der mit seinen Empfehlungsportalen schon so manches E-Book in die Bestsellerlisten katapultiert hat.

Schreibtechniken & Workflow

Kein Erfolg ohne gutes Lektorat und professionelle Covergestaltung. Wie lassen sich solche Dienstleistungen alternativ finanzieren? Das führt Monika Kanokova vor, Freelancerin im Online-Marketing und Self-Publisherin. Unterschätzt wird oft die Bedeutung von Meta-Texten wie Klappentext, Abstract oder Bio-Blurb. Yvonne Uelpenich, Managerin bei Twentysix zeigt in ihrem Workshop, wie man an diese Instrumente optimal nutzt.

Auch die technischen Grundlagen sind in der Hansestadt Thema: Bookrix-Manager Dennis Schmolk führt die Teilnehmer in den professionellen Workflow bei der E-Book-Produktion ein. Ein besonderes Highlight des SP-Day betrifft aber auch Print-On-Demand — als einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung bietet BoD (Books on Demand) am Vorabend umfangreiche und kostenlose Betriebs-Besichtigung inklusive Get-Together in Norderstedt bei Hamburg an.

Mehr Infos zum Programm und vor allem auch Tickets zum Frühbucherrabatt gibt’s ab sofort unter: www.self-publishing-day.de

Hinweis: E-Book-News ist Medienpartner des Self Publishing Day 2017.