Blasenfrei Bücher zapfen: Amazon öffnet Packstationen an Shell-Tankstellen

amazon-locker-jetzt-auch-an-shell-tankstellenEine Nachricht, die viele Mieter in Parterre-Wohnungen freuen dürfte, bei denen ständig Paketboten mit Sendungen für abwesende Nachbarn klingeln: Amazon arbeitet fleißig daran, die Lieferkette zum Kunden zu optimieren. Endpunkt von Büchern, Gummistiefeln oder Windeln aus Jeff Bezos Gemischtwarenladen könnte in Zukunft immer öfter eine Packstation an der nächsten Shell-Tankstelle sein. Dem Handelsblatt zufolge testen die beiden Unternehmen die neue Kooperation bereits seit Juli an zehn Shell-Stationen in München.

Drei Tage Zeit zum Abholen

Amazon-Nutzer im Einzugsbereich des Testgebietes können bei den Lieferoptionen jetzt auch „Amazon Lockers“ als Option angeben. Ist die bestellte Ware bei der Tanke angekommen, erhält der Kunde automatisch eine E-Mail mit einem Abholcode — und hat dann drei Tage Zeit, die Lieferung in Empfang zu nehmen.

DHL wird ausgebootet

Das Ziel der neuen Kooperation scheint klar — Amazon möchte unabhängiger von den großen Paketdiensten werden, allen voran DHL. Offizielles Argument ist allerdings bei Amazons Lieferanten-Alleingängen in der Regel, dass die Kapazitäten der Logistik-Dienstleister für die Bedürfnisse des Konzerns nicht ausreichen. Auch bei der Expresslieferung via Prime Now, die in Berlin und München angeboten wird, setzt Amazon auf eigene Kuriere bzw. kleinere Subunternehmer aus der jeweiligen Region.

Mehr als 100 Amazon Lockers geplant

Das Netz der Amazon-Paketautomaten an Shell-Tankstellen soll nach Informationen des Handesblatts perspektivisch auf eine dreistellige Zahl ausgebaut werden, und würde sich damit auf Augenhöhe mit den Paketstationen der Deutschen Post bewegen, die knapp 200 ihnrer insgesamt 3000 Stationen ebenfalls an Tankstellen aufgestellt hat.

(via heise.de & Handelsblatt)