Circuit Scribe – Rollerball-Stift malt funktionsfähige Schaltkreise dank leitfähiger Tinte

circuitscribe-elektronik-gezeichnetDie nächste Leiterplatte trägt Deine individuelle Handschrift… Es gibt nämlich nicht nur „printable electronics“, sondern auch „writable electronics“. Für die nächste Maker Faire in der Buchhandlung oder Bibliothek äußerst spannend ist insofern das fröhlich bunte Elektronik-Projekt-Kit des texanischen Startups „circuit scribe“ – denn dank eines speziellen Rollerball-Stiftes mit (ungiftiger) leitfähiger Tinte zeichnet man die Schaltungen kurzerhand selbst auf’s Papier, voll funktionsfähig. Mit zusätzlichen Farb-Stiften lassen sich auch Widerstände einfügen. Alleine schon das bunte Design der Do-it-Yourself-Workbooks macht Eindruck.

Vom Blinkenlight bis zur Drohne

Durch die Verbindung von bunt bedruckter Pappe und eingestanzten Mikrochips und weiterer Elektronik gibt es auch eine Menge Zubehör für Circuit Scribe-Projekte, vom einfachen Blinkenlight über den Taschenrechner mit selbst gezeichnetem Touch-Display bis zur Papp-Drohne. Der Einstieg ist für eine Handvoll Euros möglich – Starterkits komplett mit Spezialtinten-Stift gibt’s schon ab 10 Dollar. Die größeren Kits kommen vom Umfang her schon eher in die Nähe klassischer Elektronik-Experimentierkästen. Und Maker Kits als „Klassensätze“ zum schulischen Einsatz werden auch angeboten…

Crowdgefundetes Projekt

Um die allerneuste Generation der Circuit Scribe-Selbermach-Kits anzuschieben, läuft übrigens gerade eine Kickstarter-Kampagne. Mit Crowdfunding ist das kleine Unternehmen rund um die „Draw your own circuit“-Anwendungen im Jahr 2014 auch gegründet worden.

3D-Drucken, Fräsen, Häkeln: „Mini Maker Faires“ in Buchhandlungen boomen

mini-maker-faires-boomenBuchhandlungen und Bibliotheken, die sich um die „Digital Literacy“ bzw. „Tech Literacy“ ihrer Kunden bemühen — das gibt’s nicht nur in den USA (siehe Barnes & Noble), sondern mittlerweile auch in Deutschland. Ganz vorne dran waren schon im letzten Jahr die Mayersche Buchhandlung wie auch die Kölner Stadtbibliothek mit ihren „Mini Maker Faires“. Im Fokus: Digitales und Analoges Do-it-yourself, also diverse Produktionstechniken verstehen lernen und eigene Projekte starten. Sechs solcher Events wurden 2016 in Kooperation mit dem Fachinformations-Dienstleister Harenberg in NRW veranstaltet, das Spektrum reichte von 3D-Druckern bis zu Selbstgenähtem, von musikalischen Projekten bis selbstgebauten Robotern.

Do-it-yourself im Buchhandel

In diesem Jahr wird nun das Mini Maker-Faire-Konzept erstmals auf ganz Deutschland ausgedehnt. „Die Maker-Bewegung, die Szene der kreativen Querdenker und Selbermacher, findet weltweit immer mehr Anhänger“, so Jan Kerbusk, Geschäftführer von Harenberg Kommunikation. Nach den erfolgreichen Pilot-Events wolle man das Engagement nun ausweiten, „um die die spannende Welt der modernen Do-it-yourself-Bewegung im Buchhandel stärker zu verankern“.

Neue Kooperationspartner

Als weiterer Kooperationspartner steht bereits die Buchhandlung Wittwer im baden-württembergischen Stuttgart fest (1. April 2017). Vier Filialen der Mayerschen (Düsseldorf, Dortmund, Köln & Aachen) sind auch wieder mit dabei. Weitere Veranstaltungsorte werden noch bekannt gegeben. Die größeren Maker Faires gehen ebenfalls bundesweit an den Start: so sind u.a. Events in Berlin (9. – 11. Juni), Hannover (25. – 27. August), Chemnitz (22. -23. April) und Friedrichshafen (15. -16. Juli) geplant.

Tipp 1: Eine Übersicht zu den Terminen der großen und kleinen Maker Faires inklusive des jeweiligen „Call for Makers“ gibt’s unter maker-faire.de/call-for-makers/

Tipp 2: Lesenswert zum Thema: „Makers“, das Sachbuch von Chris Anderson rund um die „nächste industrielle Revolution“ des universellen Do-it-Yourself.

(via Buchreport.de)