Großes Display für die Kleinen: Pixi-Bücher kommen auf das iPad

pixi-buecher-fuer-das-ipad-carlsenPixi-Bücher sind ein Klassiker im Kinderzimmer – schon seit mehr als fünfzig Jahren. Jetzt bringt der Carlsen-Verlag die beliebten Bilderbücher nach und nach auf das iPad. Sechs Titel sind bereits zu haben – zwei davon kann man sogar kostenlos herunterladen: „Ritter Bodobert und der Yeti“ sowie „Kasimir und sein Bauernhoforchester“. Die restlichen Titel gibt’s für jeweils 79 Cent. Technisch fallen die Pixis für das iPad eindeutig in die Kategorie „enhanced E-Books“: es gibt interaktive Bildelemente, Text-to-Speech, Bilderpuzzles und Basteltipps. Außerdem können Eltern (oder Kinder) ihre eigene Vorlesestimme aufnehmen und abspielen.

Friedliche Koexistenz von Tablet & Reader: Fast die Hälfte der iPad-Nutzer hat auch schon ein Kindle

Ende 2010 gab es von Amazon die üblichen Verkaufsrekord-Meldungen zum Thema Kindle, aber auch eine interessante Erkenntnis: viele Kunden nutzen sowohl das Kindle wie auch ein iPad. Wichtigstes Argument dafür, so Jeff Bezos, sei vor allem der niedrige Preis des Amazon-Readers (139 Dollar gegenüber 499 Dollar für die Basisversion des iPads). Neue Zahlen des US-Finanzdiensleisters J.P. Morgan scheinen das nun zu untermauern: 40 Prozent der befragten iPad-Besitzer gaben an, zusätzlich auch ein Kindle zu betreiben, immerhin 23 Prozent der iPad-Besitzer wollen sich im Jahr 2011 erklärtermaßen ein Kindle anschaffen. Bemerkenswert ist auch eine weitere Zahl: 28 Prozent der insgesamt befragten Internet-Nutzer gaben an, bereits ein Kindle zu haben oder sich in den kommenden 12 Monaten ein Kindle kaufen zu wollen. Kein Wunder also, dass J.P. Morgan-Analyst Imran Khan Anlegern dazu rät, sich in nächster Zeit mit Amazon-Aktien einzudecken…

(via businessinsider)

Abo auf einen Klick: Google plant digitalen Zeitungskiosk für Android-Tablets

Was das iPad für Apple ist, sind die kommenden Android-Tablets für Google – fehlt allerdings nur der Content. Natürlich gibt’s schon den Google eBookStore, doch was ist mit Zeitungen & Zeitschriften? Schließlich kann man via iTunes bzw. den App Store E-Magazin- und E-Newspaper-Apps nicht nur herunterladen, sondern teilweise sogar schon elektronisch abonnieren. Doch offenbar plant Google bereits einen „Digital Newsstand“ für Nutzer von Android-Geräten:

The e-newsstand would include apps from media companies offering versions of their publications for smartphones or tablets running Android

berichtet das Wall Street Journal. Das Motto einer solchen Kiosk-Plattform: alles auf einen Blick, und möglichst auch alles auf einen Klick. Mit dem versprengten Angebot einzelner Apps haben viele Zeitungen offenbar keine guten Erfahrungen gemacht, es fehlt eine zentrale Anlaufstelle. Die Verlage sind andererseits aber auch etwas unwillig, neue Kooperationen einzugehen, da die Konditionen zu schlecht sind – zumindest bisher:

In recent weeks (…) Google has told publishers it would take a smaller slice on any sales they make of Android apps than the 30% cut Apple typically takes on iTunes sales.

Konkurrenz belebt mal wieder das Geschäft. Auch Apple geht jetzt erneut auf die Publisher zu – und verspricht verbesserte Abo-Features via iTunes. Besonders attraktiv scheint der Touch-Screen-Kiosk bisher für die Content-Anbieter nämlich nicht zu sein:

While many media companies have rushed to build apps for iPads and Android tablets, they say their current inability to sell standard subscriptions through iTunes, a shortage of data about app buyers and tough business terms are keeping them from investing more in the effort.

Kindle-App läuft auf dem Nook Color: ein 5-Minuten-Android-Hack

kindle-on-nook-color Eigentlich ist das Nook Color von Barnes&Noble ja ein preisgünstiges Android-Tablet – doch viele Funktionen sind deaktiviert worden, so etwa die Möglichkeit, über den Android Marketplace neue Apps zu installieren. Mit einem recht simplen Trick kann man dieses Problem nun offenbar umgehen – und sogar die Kindle-App zum Laufen bringen. Ausführlich beschrieben wird das sogenannte „Rooting“-Verfahren via SD-Karte bei nookdevs.com, einen Erfahrungsbericht gibt’s auf dem inoffiziellen Kindle-Blog . Von der Aktualisierung des Android-Systems auf dem Nook bis zur lauffähigen Installation der Kindle-App sollen angeblich nur 5 Minuten vergehen… Wie CrunchGear schreibt, dürfte dieser Hack bei B&N für Migräne sorgen – bei Amazon aber wohl für Frohlocken, hat sich die Zahl der verfügbaren Plattformen doch nun um ein weiteres Tablet erhöht, während auf dem Kindle-Reader selbst der Branchenstandard epub weiterhin außen vor bleibt.

Lesestoff für grüne Männchen: textunes-App jetzt auch für Android-Geräte verfügbar

Die textunes-App hat sich ja inzwischen zu einer beliebtesten deutschen E-Book-Anwendungen für iPhone und iPad entwickelt – viele aktuelle Belletristik- & Sachbuch-Titel sind für’s Apple-Display lieferbar, insgesamt knapp über 2000. Die neueste Version der App wartet seit einigen Wochen mit zusätzlichen Features auf, u.a. ein Live-Feed, animiertem Umblättern und Video-Buchtrailern. Darauf müssen jetzt auch Besitzer von Android-Geräten nicht mehr verzichten, denn textunes läuft jetzt auch auf Smartphones und Tablets, die den kleinen grünen Roboter im Schilde führen. Das dürfte vor allem diejenigen freuen, die Apple- und Android-Geräte mit sich herumtragen. Die E-Book-Bibliothek lässt sich nämlich jetzt auch zwischen den Geräten synchronisieren…

Hier die offizielle PM:

Führendes deutsches eBook-Angebot nun auch für Android Smartphones und Tablet Computer verfügbar; Gutschein als „Begrüßungsgeld“ für Androiden

Mit 160 Partnerverlagen und über 130.000 Nutzern ist textunes die führende deutschsprachige eBook-Plattform auf iPhone und iPad. Nun macht das Berliner Unternehmen seine Inhalte auch für Android-Nutzer verfügbar und begrüßt diese mit einem kostenlosen eBook.

Das Start-up-Unternehmen textunes erschließt eine weitere Geräteplattform und bringt das führende deutschsprachige eBook-Angebot nun auch auf Android. Damit setzt textunes auf eine weitere stark wachsende Plattform für Smartphones und Tablet Computer.

Mit der Veröffentlichung der Android App erschließen wir nicht nur einen weiteren Kundenkreis, sondern erfüllen auch das Bedürfnis unserer bestehenden Nutzer, ihre eBooks auf andere Geräte zu synchronisieren“, so Geschäftsführer Volker Oppmann. „Viele unserer Kunden verwenden unterschiedliche Betriebssysteme gleichzeitig oder möchten sich für die Zukunft offen halten, auf andere Geräte zu wechseln. Die textunes App gewährleistet es deshalb, gekaufte Inhalte auf andere Geräte übertragen zu können.

Beim Gratis-E-Book handelt es sich übrigens wahlweise um eine Ausgabe der Bibel bzw. des Korans, was man bei textunes offenbar als ironische Antwort auf Bestseller-Autor Thilo Sarrazin versteht…

„Kindle 3 schlägt Harry Potter 7“: Weihnachtliches Bestseller-Bulletin von Amazon

Same procedure as every year: Wiedereinmal hat sich der Kindle-Reader im Weihnachts-Vorfeld so gut verkauft wie noch nie, und in nur fünf Monaten seit Verkaufsstart hat Amazons neuester Reader einen neuen All-time-Record gebrochen – selbst Harry Potter Teil 7 („Heiligtümer des Todes“) wurde nämlich zahlenmässig vom „K3“ überholt. Das führte dann wiederum zur nächsten Rekord-Marke:

On Christmas Day, more people turned on new Kindles for the first time, downloaded more Kindle Buy Once, Read Everywhere apps, and purchased more Kindle books than on any other day in history.

Beim Download unterm Christbaum avancierte dabei Stieg Larsson zum Publikumsliebling – „The Girl with the Dragon Tattoo“ („Verblendung“) war aber zugleich auch das Kindle-E-Book, das in den Wochen davor via „Give-as-a-gift“-Funktion am häufigsten verschenkt wurde.

Das Tablet-Fieber hat also den Erfolg von Amazons Lesegerät nicht ausbremsen können – ganz im Gegenteil. In vielen US-Haushalten scheint sich eine Art „friedlicher Koexistenz“ von Kindle und iPad herauszubilden. Jeff Bezos sagt jedenfalls:

We’re seeing that many of the people who are buying Kindles also own an LCD tablet. Customers report using their LCD tablets for games, movies, and web browsing and their Kindles for reading sessions.

Und verschweigt natürlich nicht, woran das liegt – wer die komplette Aufzählung von Vorteilen gegenüber Apples Tablet lesen möchte, dem sei Amazons Pressemitteilung ans Herz gelegt. Besonders stichhaltig ist natürlich das Preis-Argument: das „K3“ ist mit 139 Dollar für die Amerikaner so günstig, dass viele sich gar nicht zwischen Reader & Tablet entscheiden müssen, sondern einfach beides anschaffen.

PS: Wie üblich hat Amazon natürlich keine konkreten Verkaufs-Zahlen zum Kindle 3 genannt…

E-Book zuerst: Harlan Cobens neuer Thriller „In seinen Händen“ exklusiv als epub

Harlan Coben ist der erste Krimi-Schriftsteller, dem es gelang, hintereinander die 3 wichtigsten US-Krimi-Preise zu gewinnen: Edgar Allan Poe Award, Shamus Award, Anthony Award. Bekannt geworden ist der Bestseller-Autor vor allem durch seine Myron-Bolitar-Reihe, mit der Figur des Sportreporters Bolitar im Mittelpunkt, der eher unfreiwillig zum Privatdetektiv wird. Aus Cobens Feder stammen jedoch auch zahlreiche Stand-Alone-Novels – eine der neuesten ist „Caught“, oder auf deutsch: „In seinen Händen„. Wie üblich wird die deutsche Fassung des neuen Cobens bei Goldmann erscheinen – im Print im Januar 2011. Als E-Book kann man das Buch allerdings schon jetzt lesen – und zwar exklusiv bei Thalia. Die Papierversion wird 14,90 Euro kosten, die epub-Version kann man für 11,99 Euro herunterladen. Letzlich aber nur die Spitze des E-Berges: Von mehr als einem Dutzend Coben-Thriller sind insgesamt damit nur drei Titel als E-Book lieferbar (zusätzlich „Kein Sterbenswort“ & „Von meinem Blut“).