Special-Offer-Kindle: Amazon erlaubt Upgrade auf werbefreie Version

Fünf Modelle zählt Amazons neue Kindle-Familie, vom einfachen Kindle WiFi über die Kindle Touch-Versionen bis zum klassischen Kindle mit Qwerty-Tastatur. Besonders erstaunlich aus europäischer Sicht ist die Preisstaffelung für US-Kunden: sie beginnt nämlich schon bei 79 Dollar für das einfachste Modell – umgerechnet also knapp 59 Euro. Die Touch-Modelle mit WiFi wie auch das klassische Kindle mit Keyboard gibt’s bereits ab 99 Dollar, was knapp 74 Euro entspricht. Doch dabei handelt es sich um vergünstigte „Special Offer Angebote“, sprich: werbefinanzierte Produkte (siehe Tabelle). Statt der normalen Screen-Saver erscheinen im Ruhezustand Anzeigen auf dem Display, und auch in der Fusszeile des Home-Screens, also der Bibliotheksansicht, werden kleine Annoncen eingeblendet.

Zu den Sponsoren, deren Produkte beworben werden, gehört etwa das Telekommunikationsunternehmen AT&T. Auch für das Fire-Tablet soll es demnächst wohl so ein Modell geben. Immerhin ist die E-Book-Lektüre selbst auf dem Kindle Reader auch bei Special-Offer-Modellen werbefrei – trotzdem scheint die Reklame auf dem Reader viele Kunden auf Dauer zu stören. Amazon hat darauf reagiert und bietet nun auch ein Upgrade auf die normale Kindle-Oberfläche an. Im persönlichen Profil auf der Amazon-Homepage gibt es dafür eine spezielle „Unsubscribe“-Option für Werbeeinblendungen. Dafür muss man dann etwas tiefer in die Tasche greifen – um den Werbebotschaften zu entgehen, zahlt man nämlich ganz einfach den Differenzbetrag zum regulären Preis nach. Die beträgt je nach Kindle-Version zwischen dreißig und fünfzig Dollar. Das Geld ist auf jeden Fall futsch, rückgängig machen kann man das Upgrade nicht.

Angesichts der dramatisch sinkenden Preise für Amazons Reader stellte Matthew Ingram auf Gigacom schon die berechtigte Frage, wann es den erste kostenlose, komplett gesponserten Kindle-Reader geben wird. Anders als etwa Apple gehe es Amazon schließlich nichts so sehr darum, mit der Hardware Umsätze zu erzielen, sondern mit dem Content. Gegenfinanzieren könnte man das kostenlose Kindle etwa mit der Koppelung des Readers an eine monatliche E-Book-Flatrate, oder durch Werbung nicht nur auf dem Reader, sondern in den elektronischen Büchern selbst. Entsprechende Patente für die Einbettung kontextsensitiver Anzeigen in E-Books hat Amazon bereits vor einiger Zeit angemeldet.

Übersicht zum Special-Offer Programm (US only)

Kindle-Modell

Preis mit Special Offers

Preis ohne Special Offers

Kindle
WiFi

79 $

109 $

Kindle
Touch WiFi

99 $

139 $

Kindle
Touch 3G

149 $

189 $

Kindle
Keyboard

99 $

139 $

Kindle
Keyboard 3G

139 $

189 $

Amazon-Tablet startet schon im August, verkündet DigiTimes

Diese Nachricht war heute sogar dpa eine Ticker-Meldung wert: laut DigiTimes könnte das Amazon-Tablet schon im August oder September an den Start gehen. Nach Angaben der Zulieferer-Industrie sollen noch im Verlauf des Jahres 2011 bis zu vier Millionen der Lesegeräte mit Farb-Display abgesetzt werden. Durch den Launch während der Sommermonate wolle Amazon sicherstellen, dass zum Jahreswechsel (Thanksgiving/Weihnachten) genügend Lieferkapazitäten vorhanden sind, vermutet DigiTimes. Etwas präziser als vor einigen Wochen sind nun auch die Informationen über die Bestandteile des Tablets: so soll Texas Instruments die Prozessoren liefern und WinTek das Touch-Screen, während Quanta Computer für die Montage zuständig ist.

Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass es sich beim Amazon-Tablet um ein sieben Zoll-Android-Gerät handeln wird. Für mobilen Content ist ebenfalls gesorgt, denn der Online-Händler bietet mitterweile neben E-Books auch MP3- und Video-Downloads an. Für das klassische Kindle dürfte die Einführung des Tablets eine deutliche Preissenkung mit sich bringen – der E-Ink-Reader könnte schon in wenigen Monaten die magische 99-Euro-Schwelle erreichen. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass das Tablet wirklich kommt. Von seiten Amazons ist die Existenz des Tablets noch gar nicht bestätigt worden. Alles, was man aus dem Munde von Amazon-Chef Jeff Bezos bisher hören konnte, waren zwei Worte: „Stay tuned“. Insofern kann man sich nur Engadget anschließen: „Wir glauben es erst, wenn es Jeff Bezos persönlich erzählt.“

Kindle Color ante portas: Amazon Tablet kommt bis Ende 2011 auf den Markt

Das Kindle bekommt Konkurrenz im eigenen Haus: in der zweiten Jahreshälfte 2011 will Amazon erstmals ein LCD-Tablet mit Touch-Screen auf den Markt bringen, berichten Brancheninsider. Produziert wird Amazons Antwort auf das iPad offenbar beim taiwanesischen Notebook-Hersteller Quanta, ein besonders leuchtstarkes LCD-Display steuert E-Ink Holdings bei (ebenfalls Taiwan). Quanta produziert u.a. bereits das BlackBerry PlayBook. Dem Branchen-Blog DigiTimes zufolge sollen pro Monat bis zu 800.000 Amazon-Tablets ausgeliefert werden, das finanzielle Volumen des Auftrags betrage mehr als 2 Milliarden Euro. Für das bisherige Kindle könnte der Tablet-Start laut DigiTimes eine deutliche Preissenkung bedeuten, um parallel zum Angriff auf das iPad auch im E-Ink-Bereich neue Käuferschichten zu erreichen. Bisher setzte Amazon ausschließlich auf schwarz-weiße E-Ink-Technologie und konnte damit in den USA Millionen von Lesegeräten absetzen. Allerdings hatte Barnes&Noble mit dem Android-Tablet Nook Color deutlich Boden gewinnen können. Der wichtigste Grund für den Strategiewechsel könnten laut DigiTimes aber das Problem darstellen, auf internationalen Märkten mit Tablets wie Apples iPad zu konkurrieren. Der Start eines Amazon-Tablets war bereits seit einiger Zeit erwartet worden – viele Beobachter gehen dabei davon aus, dass es sich um ein sieben Zoll-Android-Gerät handeln wird. Immerhin betreibt Amazon mittlerweile einen eigenen Android-App-Store. Für mobilen Content ist ebenfalls gesorgt, denn der Online-Händler bietet mitterweile neben E-Books auch MP3- und Video-Downloads an.

(via DigiTimes)

Kindle mit Overdrive: Amazon ermöglicht Onleihe in Bibliotheken

kindle-onleiheGute Nachrichten für Kindle-Nutzer: Kindle-E-Books wird man demnächst auch in Bibliotheken ausleihen können – zumindest in den USA. Bisher funktionierte das Lending-Feature nur innerhalb der Leser-Community, und auch das nur eingeschränkt. Der neue Ausleihservice soll im Verlaufe des Jahres flächendeckend in mehr als 11.000 amerikanischen Büchereien angeboten werden. Die technische Realisierung übernimmt der Content-Dienstleister Overdrive. Für viele elektronische Bücher im PDF- und epub-Format macht Overdrive schon seit längerem die Onleihe möglich – nicht nur auf E-Readern, sondern via Overdrive-App auch auf Tablets und Smartphones. Ähnlich breit aufgestellt ist die neue Onleihe-Funktion nun auch in Amazons Kindle-Ökosystem, denn gelesen werden können die ausgeliehenen Titel nicht nur auf dem Kindle-Reader selbst, sondern via Kindle-App etwa auch auf iPad/iPhone, Android-Geräten, Blackberry- oder Windows-Handys. Als besonderes Feature bietet Amazon die Nutzung des Highlighting- und Anmerkungsfunktion an. Wird ein Buch vom selben Nutzer erneut ausgeliehen – oder anschließend gekauft – stehen die individuell hinzugefügten Informationen weiter zur Verfügung.

Auf iPad’s Spuren: Nook Color schon 3 Millionen mal ausgeliefert

nook-color-android-tabletDas iPad ist ein Tablet mit E-Reader-Funktion, das Nook Color von Barnes & Noble dagegen eigentlich ein E-Reader mit Tablet-Funktionen. Doch mittlerweile beherrschen beide Geräte zusammen den US-Markt für Flachrechner. Das erst im Oktober 2010 gestartete Android-Gadget wurde vom Zulieferer Inventec bereits drei Millionen mal an Barnes&Noble ausgeliefert, berichtet die Digi Times unter Berufung auf Brancheninsider. Alleine von Januar bis Februar 2011 sollen bis zu 700.000 Nook Colors verkauft worden sein. Damit habe sich B&N nahezu 50 Prozent des „freien“ Tablet-Markts in den USA sichern können, also den Teil, den Apple noch übrig gelassen hat. Ein Grund für den Erfolg dürfte der niedrige Preis sein – mit 249 Dollar ist das sieben Zoll große Nook Color deutlich günstiger als Apples iPad. Technisch bekommt der Käufer dafür ein echtes WiFi-Tablet mit komfortabel zu bedienendem kapazitivem Touch-Screen. Verschiedene „Hacks“ ermöglichem dem Nutzer, die Android-Funktionen des Gerätes voll auszukosten. So lässt sich dann etwa über den Android Marketplace selbst Amazons Kindle-App installieren. Nach Deutschland wird das Nook Color bisher offiziell nicht verkauft, über den Umweg von Package-Forwarding-Dienstleistern wie etwa borderlinx.com oder viaddress.com ist es aber trotzdem möglich. Inklusive Liefergebühren ist das Gerät dann aber fast schon so teuer wie die auch in Deutschland via Libri erhältliche Nook-Color-Alternative Pandigital Novel, die ab 249 Euro zu haben ist.

Star-Trek-Romane mit Captain Picard als deutsche E-Book-Version

tod-im-winter-star-trek-next-generation-e-bookCaptain Picard, der Androide Data, „Nummer Eins“ William Ryker, das sind nicht nur für Serien-Junkies noch gute alte TV-Bekannte. Doch während die letzte Staffel „STNG“ längst über alle Kanäle gelaufen ist, gehen die Premieren der Spin-Offs immer weiter. Neben E-Comics gehören dazu auch Star-Trek-Romane. Der Verlag Cross Cult hat bereits sechs deutsche Übersetzungen der STNG-Reihe im Print-Format herausgebracht. Ab April erscheinen nun die Geschichten sukzessive auch als E-Book im epub-Format zum Einzelpreis von 9,99 Euro (gegenüber 12,80 Euro für die Printversion). Als erster Band kommt am 8. April „Tod im Winter“ heraus: auf dem Eisplaneten Kevratas macht sich Picard auf die Suche nach der verschollenen Beverly Crusher. Die Handlung spielt im Jahr 2348, in der Chronologie der Serie kurz nach den Geschehnissen des letzten STNG-Kinofilms „Nemesis“. Wie die meisten Romane der Serie basiert die Handlung von „Tod im Winter“ nicht auf einem der bekannten Film- bzw. TV-Plots, sondern ist ganz neu geschrieben worden. Das amerikanische Original aus der Feder von Michael Jan Friedman ist 2005 unter dem Titel „Death in Winter“ erschienen. In die Übersetzung von Stephanie Pannen kann man übrigens schon jetzt einen Blick werfen – es gibt nämlich eine PDF-Leseprobe.

E-Book-Boom in USA geht weiter: Verkaufszahlen verdoppeln sich

ebook-boom-in-usa-geht-weiterElektronische Bücher setzen in den USA ihr rasantes Wachstum fort – das zeigen die neuesten Zahlen der Association of American Publishers (AAP). Im Vergleich zum Januar 2010 wurde im ersten Monat dieses Jahres ein Zuwachs von 115 Prozent verzeichnet, die Umsätze stiegen um mehr als das Doppelte von 32 auf 69 Millionen Dollar. Zuvor waren bereits im Weihnachtsgeschäft die Verkaufszahlen von E-Readern emporgeschnellt, so dass die Gerätebasis für Downloads etwa über das neue Kindle 3 deutlich größer war als im Jahr zuvor. Immerhin 8 Prozent Zuwachs konnten aber auch die Hörbuch-Downloads verzeichnen, der Umsatz lag bei 6,5 Millionen Dollar (Vorjahr: 6,0 Millionen Dollar). Dem E-Book-Boom stehen vor allem im Paperback-Bereich deutliche Verluste gegenüber, hier fielen die Umsätze um bis zu 30 Prozent zurück, im Hardcover-Bereich wurde dagegen nur ein Minus von knapp elf Prozent verzeichnet. Einen leichten Rückgang gab es auch im Bereich der Audiobooks auf CD. Das starke Wachstum im E-Book-Bereich konnte die Umsatzrückgänge insgesamt nicht ausgleichen, der gesamte Umsatz der US-Buchbranche sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Wie Publishers Weekly berichtet, ist Nummer eins der Branche ist auch weiterhin Barnes&Noble mit einem Marktanteil von 23 Prozent (Vorjahr: 22,5 Prozent), während Konkurrent Amazon mittlerweile bei 15 Prozent liegt (Vorjahr: 12,5 Prozent).

Mediacontrol: Bisher 450.000 verkaufte E-Reader in Deutschland

mediacontrolErstmals hat Mediacontrol genauere Zahlen zu den in Deutschland verkauften Lesegeräten veröffentlicht – demnach wurden bisher mehr als 450.000 E-Reader abgesetzt. Die Zahl betrifft nach Angaben von buchreport tatsächlich dedizierte Lesegeräte, Tablets und Smartphones wurden nicht berücksichtigt. Hauptkaufgründe für viele Befragte waren Handhabung und Speicherkapazität: Für mehr als die Hälfte war es wichtig, dass E-Book-Reader kleiner und leichter sind als ein gedrucktes Buch. Viele Nutzer schätzen es offenbar auch, E-Books zu Hause zu kaufen und herunterzuladen. Vor allem in der Weihnachtszeit 2010 waren E-Reader ein beliebtes Geschenk – was sicherlich auch damit zu tun hat, das Thalia und Libri pünktlich zur wichtigsten Verkaufssaison des Jahres ihre WiFi-Reader auf den Markt gebracht hatten. Ingesamt wurden im letzten Jahr nach Angaben von Mediacontrol mehr als 4 Millionen E-Books verkauft, rein rechnerisch also etwa acht Titel pro E-Reader. Der Gesamtanteil der elektronischen Lektüre am Buchmarkt dümpelt damit allerdings immer noch bei einem Prozent herum.

iOS 4.3 kommt später, kostenloses The Daily-Abo verlängert bis 28. Februar

thedaily-ipad-kostenloses-aboDes einen Freud, des anderen Leid: viele Mac-Freunde warten auf das iOS-Update 4.3 – das scheint sich jedoch noch zu verzögern. Eins der neuen Features ist ja bekanntlich die In-App-Abo-Funktion für elektronische Zeitungen und Magazine. Prototyp dafür ist wiederum Rupert Murdochs iPad-only-Zeitung „The Daily“ (E-Book-News berichtete). Das am 2. Februar gestartete E-Newspaper gab’s zunächst für zwei Wochen kostenlos auf dem iPad – danach sollten die Leser 99 US-Cent pro Woche berappen. Doch die Testphase ist nun offenbar parallel zum verzögerten iOS-4.3-Start verlängert worden, vorerst bis zum 28. Februar. Wer Murdochs Postille danach testen möchte, muss jedoch nicht in die Röhre schauen. Neu hinzukommende Nutzer der Daily-App sollen in Zukunft ebenfalls eine jeweils zweiwöchige kostenlose Probezeit haben. Damit sich The Daily rechnet, müssen angeblich 500.000 Dollar pro Woche erwirtschaftet werden – dafür wären also mindestens 500.000 wöchentliche Abos notwendig. Die ausgedehnte Testphase dürfte den Lesern die Entscheidung nun wohl erleichtern. Kommt demnächst noch die angekündigte Android-Version hinzu, wird sich die Zahl potentieller Abonnenten noch erweitern. Etwas leichter werden es aber wohl bis auf weiteres E-Newspaper haben, die geräteunabhängig in jedem Browser gelesen werden können – so ist etwa die ebenfalls papierlose Huffington Post bereits seit 2010 profitabel.

Amazon ante Portas: Mehr deutscher Lesestoff im Kindle-Store

deutscher-kindle-store1Der deutsche Kindle-Store scheint näher zu rücken. Mögliches Anzeichen sind Bestseller-Titel wie Stieg Larssons „Verdammnis“ oder Stephen Kings „Sara“, die in den letzten Tagen im Kindle-Store aufgetaucht sind. US-Kunden können sie bereits auf ihren Reader oder die Kindle-App herunterladen. In Europa geht das allerdings nocht nicht. Doch eins scheint klar: große Player wie etwa Random House haben begonnen, Teile ihres Angebots im Kindle-Format anzubieten. Nach Informationen von Buchreport soll allein aus dem Hause Bertelsmann bereits eine vierstellige Anzahl von elektronischen Titeln an Amazon ausgeliefert worden sein. Verhandlungen zwischen deutschen Verlagen und der amerikanischen Amazon-Zentrale gibt es schon seit längerem – bisher waren sie oft an den Vertragsbedingungen gescheitert, insbesondere am Versuch, E-Book-Preise unter den Schwellenpreis von zehn Dollar zu drücken, umgerechnet knapp sieben Euro. Tatsächlich werden nun etwa die deutschen Kindle-Versionen von Stieg Larsson oder Stephen King in den USA für weniger als sieben Euro angeboten. Auf deutsche Verhältnisse übertragen, käme das einer deutlichen Preissenkung gegenüber der Taschenbuch-Ausgabe gleich.