Zifferblatt & Armband mit E-Ink: Sony crowdfundet neue Version der FES-Smartwatch

fes-u-watch-sony-mit-eink-display-und-armbandSony bleibt E-Ink-Pionier — die Japaner haben vor knapp zwölf Jahren den ersten E-Ink-Reader auf den Markt gebracht, heutzutage sind sie ganz vorne dran was modische Accessoires mit E-Ink-Technologie betrifft: die jetzt angekündigte Smartwatch FES Watch U hat nicht nur ein E-Ink-Zifferblatt, sondern auch ein E-Ink-Armband. Das bietet zwei Vorteile: das Design von Uhr und Armband lässt sich aufeinander abstimmen, zudem können zusätzliche Informationen dargestellt werden, die nicht aufs Display unterm Uhrenglas passen.

12 komplette Designs sind vorinstalliert

Trotz Doppelbelastung soll der Akku drei Wochen durchhalten, deutlich länger als bei normalen Smartwatches mit LED-Display. Wasserdicht ist die FES Watch U obendrein. Die wandelbare Smartwatch wird mit zwölf verschiedenen virtuellen Zifferblättern und Armband-Designs geliefert, insgesamt kann man die doppelte Anzahl auf dem Gerät speichern — es bleibt also noch Platz für modische Updates. Uhrengehäuse und Armbandeinfassung sind wahlweise in Schwarz, Schwarz/Silber und Weiß erhältlich.

Vorerst nur in Japan erhältlich

Die schlechte Nachricht für alle Fashionistas: Wie das Vorgängermodell FES von 2014 wird wohl auch die aktuelle Version zunächst nur in Japan erhältlich sein. Derzeit sammelt Sony Vorbestellungen im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne, knapp 400 Dollar kostet die günstigste Variante. Auch der FES-Prototyp war auf diesem Weg angeschoben worden — und ist inzwischen auch außerhalb Japans zu haben: in den USA z.B. wird das futuristische E-Ink-Zeiteisen vom MoMa-Store angeboten.

(via Techcrunch

Pebble ist da – erste Review der E-Ink-Smartwatch attestiert Suchtpotential

Zu den Ideen, deren Zeit gekommen ist, gehört die Smartwatch. Erst recht natürlich die Smartwatch mit E-Ink-Display. Der beste Beweis ist „Pebble“ – ein Projekt des kalifornischen Uhren-Designers Eric Migicovsky. Das E-Paper-Accessoire für iOs- und Android-Smartphones wurde im letzten Jahr via Kickstarter mehr als 69.000 mal vorbestellt. Mit satten 10 Millionen Dollar Gesamtsumme kam damit einer der größten jemals mit Crowdfunding erzielten Pre-Order-Erfolge zustande.

Was bietet das clevere Chronometer? Zunächst mal dank Bluetooth-Schnittstelle den direkten Draht zum Smartphone. Mit eigenem Vibrationsalarm und Display-Einblendung meldet sich die E-Paper-Uhr, sobald ein Anruf eingeht, blendet Wetterdaten ein, dräuende Termine oder neue Facebook- & Twittermeldungen. Zahlreiche Apps nutzen auch die GPS-Funktionen von iPhone- oder Android-Gerät. So können sich etwa Radfahrer, Jogger oder Wanderer auf der Uhr Geschwindigkeit oder Entfernung zum Ziel anzeigen lassen. Frei konfigurierbar ist auf dem 144 x 168 Pixel großen Display natürlich auch das Aussehen der Uhr selbst – zahlreiche „Watchfaces“ stehen zur Verfügung, vom klassischen Ziffernblatt bis zur gedruckten Zeitansage à la „Twelve Thirty Five“.

In den letzten Tagen wurden nun die ersten Gadgets ausgeliefert – zu den ersten Empfängern gehörte Engadget. Die technikverliebten Gadget-Blogger warnen gleich mal vor zu viel Aufhebens um das Phänomen Smartwatch: „Es handelt sich kaum um die größte Errungenschaft unserer Zeit, nicht mal um das Gerät des Jahres. Smartwatches sind populär, aber trotz des Hypes bracht man sie wahrscheinlich gar nicht.“ Das ist natürlich beim iPad oder iPhone ganz genauso – insofern könnte Pebble am Ende doch die perfekte Erweiterung darstellen. Grundsätzlich hält Pebble laut Engadget wohl auch, was versprochen wurde: die Uhr ist klein und leicht, lässt sich bequem am Handgelenk tragen, und via Smartphone-App komfortabel konfigurieren.

Allerdings ist es ein One-Way-Gerät – die meisten Informationen (etwa eingehende Mails) gehen nur vom Handy auf die Smartwatch, es gibt keinen Backchannel. Abgesehen vom integrierten Musicplayer, mit dem sich iTunes & Co. fernsteuern lassen (bis auf die Laustärke. Naja.) Das beste an Pebble – abgesehen vom akzeptablen Preis (mittlerweile regulär für 150 Dollar im Pebble-Store vorbestellbar) – bleibt im Vergleich zu Konkurrenzprojekten von Toshiba oder WIMM wohl das stromsparende Display, das immerhin Betriebszeiten von 5 bis 7 Tagen erlaubt. Technisch also alles im grünen Bereich. Psychologisch jedoch könnte Engadget zufolge ein neues Problem auf uns zu kommen: „Ihr glaubt, eure Freunde wären Barbaren, weil sie alle paar Minuten zwanghaft auf ihr Smartphone-Display gucken? Wartet lieber erstmal, bis sie eine Pebble haben.“

Abb.: getpebble.com