Buchempfehlungen der Redaktion

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Rauchwolken am Horizont – Feuilletons aus der Welt nach 9/11

Spätestens seit Nine-Eleven stellt sich eine alte Frage mit neuer Dringlichkeit: Wie kann man der Geschichte, die uns eines Tages alle umbringen wird, entkommen? Denn ihren “Real-Roman” erzählt sie Alexander Kluge zufolge ohne Rücksicht auf uns, es sei denn, wir erzählen eine “Gegengeschichte”. Genau darum geht es in den hier versammelten Artikeln, Reportagen und Kolumnen – um Menschen, Methoden und Maschinen, die mit der Dominanz des Tatsächlichen umgehen können, oder zumindest grandios dabei scheitern, egal ob lokal oder global. Material dazu hat das 20. Jahrhundert ohnehin genug geliefert, doch auch die Nuller Jahre des Milleniums haben schon ihre Rauchwolken am Horizont hinterlassen. Die meisten der insgesamt 24 Texte sind ursprünglich mal im Kulturteil der taz erschienen, dazu kommen ausgewählte E-Book-News-Beiträge der letzten Zeit. (Multiformat E-Book [epub, Kindle, PDF] 2,99 Euro, Taschenbuch 7,90 Euro)


Vom Buch zum Byte – Kurze Geschichte des E-Books

Die E-Books sind unter uns – und diesmal sind sie gekommen, um zu bleiben. Dank E-Reader, Smartphone und Tablet ist der Traum von der universalen Bibliothek zum Greifen nah: Jedes Buch zu jeder Zeit an jedem Ort. Verlage und Buchhandel befürchten dagegen plötzlich den Untergang der Gutenberg-Galaxis.
Doch der Abschied vom gedruckten Buch hat längst begonnen. Bereits am 4. Juli 1971 tippte Michael S. Hart die amerikanische Unabhängigkeitserklärung in das Terminal eines Mainframe-Rechners – zugleich die Geburtsstunde von E-Texten wie auch des Project Gutenberg.
Bis in die Neunziger Jahre dauerte die Zeit der Experimente, vom Videotext über CD-Roms bis zur Hyperfiction. Mit World Wide Web und mobilen Lesegeräten gelang der kommerzielle Durchbruch. In “Vom Buch zum Byte” erzählt Webjournalist & E-Book-News-Herausgeber Ansgar Warner jetzt die spannende Geschichte der elektronischen Bücher – von den Anfängen bis in die Gegenwart. (Kindle-Book 1,99 Euro, Taschenbuch 6,99 Euro)


Krautfunding – Deutschland entdeckt die Dankeschön-Ökonomie

In Deutschland ist eine wahre Crowdfunding-Gründerzeit ausgebrochen. Ob Startnext, visonbakery oder inkubato: Auf mehr als einem halben Dutzend Crowdfunding-Plattformen werden Spenden gesammelt, um kreative Vorhaben aller Art zu verwirklichen. Im Jahr 2012 kamen auf diese Weise schon mehr als 2 Millionen Euro zusammen. Zugleich beginnt sich der Crowdfunding-Sektor bereits aus­zudifferenzieren: Mit Seedmatch, Innovestment & Co. hat auch das Mikro-Investment Einzug in das deutsche Web gehalten. Netzaffine Kleinanleger steckten alleine 2012 satte 4 Millionen Euro in die Projekte von erfolgversprechenden Startups. Doch nicht nur das Business boomt: Wie man an Plattformen wie betterplace.org sehen kann, ist klassisches Fundraising ist ebenfalls im Crowd­funding-Zeitalter angekommen. Zahlreiche prominente Crowdfunding-Beispiele sind in diesem E-Book ver­sammelt.
(Multiformat E-Book [epub, Kindle, PDF] 3,99 Euro, Taschenbuch 6,99 Euro)


Trotz alledem – Kleine Geschichte des politischen Liedes in Deutschland (1789 – 2000)

“Ein garstig Lied, ein politisch Lied”? Von wegen: Arbeiterlieder waren die Protestsongs des 19. & frühen 20. Jahrhunderts, und wurden von Millionen Menschen intoniert.
Doch wer weiß heute schon noch, dass ein populärer Slogan wie “Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will” aus Georg Herweghs “Bundeslied” stammt, und zur Melodie “Schleswig Holstein meerumschlungen” gesungen wurde? Oder dass Udo Jürgens Schlager “Lieb Vaterland, wofür soll ich dir danken?” eine Kontrafaktur der “Wacht am Rhein” ist, und in einer Traditionslinie der sozialistischen “alternative culture” steht? Gerade nach 1945 gerieten viele Lieder und Melodien in Vergessenheit. Dafür kamen neue dazu, die Hymne der Ostermarschierer ebenso wie die Hits von Ton, Steine, Scherben. “Trotz alledem” macht sich auf die Spuren des politischen Lieds in Deutschland – vom Klassiker “Die Gedanken sind frei” bis zum Rap “Wir sind nicht die Roboter der Deutschland-AG”.
(Multiformat-Bundle (epub, Kindle, PDF) 2,99 Euro, Taschenbuch 3,99 Euro)


Berlin, du bist so wunderbra – 42 Hauptstadt-Kolumnen


>> Sie hat eine hellblaue Cordlatzhose an, einen weitmaschigen weißen Strickpullover, darunter einen pinken Wonderbra. Neben ihr lehnt ein klappriges Damenfahrrad. Sie dreht sich und reckt sich und beugt sich lasziv-bedrohlich über das Geländer. Dann steht sie regungslos da. Wird sie springen? Etwas weiter die Brücke hinunter stehen drei Männer wie in Trance auf dem Asphalt und starren in ihre Richtung. “Und ab!”, ruft plötzlich einer. < < Entstanden sind diese Berliner Szenekolumnen in den "Nuller Jahren". Viele von ihnen spielen im und um den Prenzlauer Berg, so ungefähr zwischen Schönhauser Allee, Arnimplatz und Mauerpark: auf der Straße, in der S-Bahn, beim Schrippenbäcker, in der Ambulanz oder auch mal auf dem Friedhof. Es sind einzelne Perlen aus jener Kette von zufälligen Ereignissen, aus denen sich das Leben (nicht nur) in der Großstadt eben zusammensetzt. An der Grenzfläche zwischen Sinn und Unsinn entsteht dabei im Idealfall etwas, das man die Poesie des Alltags nennen könnte. (Multiformat-Bundle (epub, Kindle, PDF) 2,99 Euro)