Home » Buchmesse, E-Book-Handel

Message der Meister von morgen: autoren@leipzig-Award prämiert Self-Publisher

14 Mrz 2013

Vor der „Monopolisierung der Buchkultur“ durch „Online-Buchhändler“ warnte Börsenvereins-Vorsteher Honnefelder bei der Eröffnung der Leipziger Buchmesse. Gute Idee, denn immerhin kontrolliert Amazon alleine mittlerweile schon 20 Prozent des deutschen Marktes, angefeuert durch überlegene E-Reader-Technik, aber auch durch innovative Konzepte wie das Kindle Direkt Publishing. Doch die Buchbranche lernt langsam dazu: das zeigen nicht nur Gemeinschaftsprojekte wie das cloudgestützte Lesegerät „Tolino Shine“, sondern auch Erfolgsmodelle im Bereich Self-Publishing – so zum Beispiel die von DroemerKnaur gestartete Community-Plattform neobooks. Zusammen mit neobooks hat die Leipziger Buchmesse nun einen Buchpreis speziell für Indie-Autoren ins Leben gerufen – den „autoren@leipzig-Award“.

Marah Woolf überzeugt mit „MondLichtSaga“

Seit heute stehen die ersten Preisträger fest: den ersten Platz im Bereich Fiction ergatterte Band Eins aus Marah Woolfs Urban-Fantasy-Trilogie „MondLichtSaga“.
„Über 25.000 verkaufte Exemplare lassen bei einem Indie-Autoren-Preis natürlich aufhorchen, aber auch sprachlich konnte ‚MondSilberlicht‘, der erste Teil der Trilogie, überzeugen“, so die Jury zur Entscheidung. Außerdem habe aber die Bewerbung mit kreativen Marketingaktionen, etwa exklusiven Content für Buchblogger, Marah Woolf alias Ina Körner zur würdigen ersten Gewinnerin des autoren@leipzig Awards gemacht. Platz zwei und drei belegt die Autorinnen Carola Wolff mit „Mein erster Selbstmord“sowie Nicola Hotel mit „Rabenblut drängt“.

„Bessere! Romane! Schreiben!“

In der Kategorie Non-Fiction landete Heidi Schmitts Roman „Jubiläumsbecher in der Busspur. Laufgeschichten aus der Provinz und von anderswo“ auf der obersten Stufe des Siegertreppchens. „Was als Blog begann, findet in E-Book und Buch seine würdige Fortsetzung. ‚Jubiläumsbecher in der Busspur‘ hat die Jury mit einem lustigen Cover und einem originellen Titel beeindruckt. Und dann der Inhalt: Heidi Schmitt legt einen anekdotenreichen, unterhaltsamen ‚Insider-Bericht‘ aus der Welt der passionierten Hobbyläufer vor“, so die Juroren. Den zweiten Platz der Kategorie Non-Fiction belegte Stephan Waldscheidt mit „Schneller Bestseller — Bessere! Romane! Schreiben!“,auf Platz drei gelangte Birte Vogel mit „Hannover persönlich“.

Fachprogramm für Autoren gibt Publishing-Tipps

Dotiert sind die beiden 1. Plätze jeweils mit 3.000 Euro, für die hinteren Ränge winken Sachpreise wie etwa ein professionelles Fotoshooting oder eine PR-Beratung. Vom begleitenden Fachprogramm autoren@leipzig können auch andere Self-Publisher, Blogger, Texter und Publizisten profitieren: so werden etwa Crashkurse in Crowdfunding & Crowdsourcing angeboten, Marketing-Tipps für E-Book-Autoren erteilt oder Hinweise zum Networking via Facebook & Co. gegeben. Vor allem kann man in zahlreichen Gesprächsrunden erfolgreiche Self-Publisher und Experten von Self-Publishing-Dienstleistern kennenlernen. Das volle Programm gibt’s hier zum Download. Übrigens: Autoren können sich im Online-Ticketshop als Fachbesucher registrieren und von speziellen Vorteilen profitieren, u.a. vergünstigten Eintrittspreisen.

Abb.: Screenshot