Bücher mit Gesicht: Bookface bietet Video-Rezensionen und Buch-Trailer

Bookface Video-Rezensionen und Buch-Trailer_Bild_Pixelio_Neumann.gifMancher mag beim Namen Bookface an Facebook denken: doch die neue Video-Rezensionsplattform ist eher ein Youtube der Buchkritik. Ein Gesicht bekommen literarische Neuerscheinungen natürlich auch: nämlich durch ihre Leser, die vor die Kamera treten. Ausserdem gibt es Buch-Trailer, mit denen Verlage ihre neuesten Titel präsentieren können. Gestartet wurde die Site durch die Macher des Online-Magazins literature.de.

Ein echtes literarisches Web-TV gab’s im deutschen Internet bisher nicht

Im Fernsehprogramm haben sich Literatursendungen längst fest etabliert. Im Internet sah das bisher etwas anders aus: Videoblogs gibt es zwar viele, doch ein veritables literarisches Web-TV suchte man vergeblich. Deswegen hatten die Macher von literature.de, einem der größten deutschen Online-Rezensionportale, die Idee zu Bookface: „Videorezensenten, die auf anderen Portalen einen Videokanal haben und in der Masse untergehen, bieten wir die Möglichkeit, die eigenen Besprechungen bei uns einzustellen und so für eine breitere Aufmerksamkeit zu sorgen“, so Redaktionsleiter Sven Trautwein gegenüber Buchreport.

Mit Buch-Trailern können Verlage ihre Neuerscheinungen promoten

Das Portal ging Anfang Juli online und wird neben Leser-Rezensionen auch redaktionelle Inhalte anbieten. So sollen etwa Lesetipps von literature.de zukünftig als Videorezension auf bookface veröffentlicht werden. Interessant klingt aber auch ein Bereich mit dem Namen „Buch-Trailer“: mit kurzen Clips können Verlage ihre Neuerscheinungen „anmoderieren“. So ist etwa ein Trailer zu Judith Hermanns neuem Roman Alice zu sehen: im Off hört man die Stimme der Autorin, die Videobilder illustrieren den gelesenen Ausschnitt des Romans u.a. mit Word-Art-Collagen.

Nicht nur der Desktop soll es sein: Bookface setzt auf das mobile Internet

Auch in anderer Form sollen die Autoren zu Wort kommen. Die Macher werkeln an einem Bereich für Autoreninterviews. Bookface setzt nicht nur auf Benutzer am Desktop, sondern auch an das mobile Internet: die Seite soll zukünftig auch vom iPhone oder anderen Smartphones aus benutzt werden können. Finanziert wird Bookface durch Werbeeinnahmen, u.a. sind auch die Buch-Trailer kostenpflichtig (im Moment pro Clip 50 bis 80 Euro pro Monat). Wie gut sich Online-Rezensionen lohnen, haben die Macher schon mit Literature.de bewiesen: die Seite hat mittlerweile Monat für Monat mehr als 500.000 Leser und erreicht 2,8 Millionen Seitenzugriffen.

Bild: Pixelio/Neumann

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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