Home » E-Book-Handel, E-Book-Reader

Das Tablet der toten Dichter: iBooks integriert Public-Domain-Bibliothek von Project Gutenberg

26 Mrz 2010 Ansgar Warner 0 Kommentare

ipad-project-gutenberg e-book bestseller.gifPunktsieg für Apple – wenige Tage vor dem iPad-Start in den USA wird ein weiterer Content-Deal publik: mit der Integration der Public-Domain-Bibliothek von Project Gutenberg stehen den Nutzern von Apples neuem Tablet mehr als 30.000 E-Book-Klassiker im epub-Format umsonst zur Verfügung. Sparen können iPad-Besitzer offenbar auch bei Bestsellern – viele Top-Titel der US-Rankinglisten gibt es in der Launch-Phase zum Kampfreis von 9,99 Dollar.

Willkommen im E-Book-Club der toten Dichter: 30.000 Gratis-Klassiker für iBooks


Willkommen im E-Book-Club der toten Dichter – mit Apples jüngstem Coup wird das iPad nach Informationen von AppAdvice zum Entreebillet zur klassischen Weltliteratur. Zumindest in den USA, wo iBooks von Anfang an zur Grundaustattung des heißbegehrten Tablet-PCs gehören wird. Möglich macht das Apples Entscheidung, auf den Branchenstandard epub zu setzen – auch die Klassiker von Project Gutenberg gibt es seit einiger Zeit in diesem Format. Deutsche Leser sollten sich allerdings nicht zu früh freuen. Nicht nur, weil iBooks hierzulande erst später starten wird. Denn es geht wohlgemerkt nicht um das “Projekt Gutenberg”, sondern die internationale Variante. Dort findet man zwar auch knapp 700 deutsche Klassiker. Doch der Löwenanteil – mehr als 26.000 Titel – betrifft englischsprachige Titel.

NYT-Bestseller für 9,99 Dollar: Apple bietet Amazon beim E-Book-Pricing kräftig Paroli


Die Nase vorn hat die Apple-Kundschaft jenseits des Atlantiks auch beim Pricing kommerzieller E-Book-Titel. Bei den meisten elektronischen Versionen von Bestsellern etwa aus der New York Times-Auswahlliste hat Steve Jobs etwa für Schwellenpreise gesorgt, die mit Amazon auf Augenhöhe sind. Und das bedeutet: es gibt diese E-Books für 9,99 Dollar. Das überrascht natürlich, denn die großen US-Verlage hatte Apple ja gerade mit dem Versprechen ins Boot geholt, bessere Margen zu garantieren als Amazon. Doch zumindest für die Markteinführung des neuen Tablets wird nun offenbar eine offensive Niedrigpreis-Politik gefahren. Aus deutscher Perspektive bleibt auch diese Episode der E-Book-Wars nur ferner Schlachtendonner – die Buchpreisbindung sorgt nach dem iPad-Launch für Ruhe an der Pricing-Front. Erfreulich für die Verlage – ärgerlich für die Leser, und letztlich auch für Apple. Denn iBooks ist eben als das iTunes für Bücher ausgelegt, ähnlich wie bei iPhone und iPod Touch soll günstiger Content als Kaufanreiz für die Hardware fungieren. Die Auswahl hierzulande wird wohl etwas anders aussehen: entweder 25 Euro für den neuen Sci-Fi-Thriller von Frank Schätzing hinlegen, oder Jules Vernes Reise zum Mond gratis lesen.

Comments are closed.