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„Breakout Books“: Apples iBookStore bricht eine Lanze für Self-Publisher

6 Feb 2013

Apple bleibt Amazon auf den Fersen: eine neue iBooks-Rubrik namens „Breakout Books“ soll in den USA ausgewählten Independent-Autoren den Ausbruch aus der Aufmerksamkeitsnische ermöglichen – und zwar an prominenter Stelle im Storefront. Bei den aktuell knapp 70 Titeln geht’s vor allem um Genres wie Thriller, Sci-Fi und Liebesroman, preislich liegen die „Breakout Books“ unterhalb der magischen Schwelle von 4,99 Dollar: „Wir haben einige unserer Titel mit den besten Kundenbewertungen ausgesucht, die in den Fußstapfen von ‚Fifty Shades of Grey‘ direkt im iBookstore veröffentlich wurden“, so Apple in einer Kunden-E-Mail.

Die geschätzte Konkurrenz macht es schon seit 2011 ganz ähnlich: bei Amazon.com werden Self-Publisher aus dem Kindle-Direkt-Publishing-Programm (KDP) mit der Rubrik „Kindle Indie Books“ gepusht, mal abgesehen vom „Club der Kindle-Auflagenmillionäre“, dem auch bereits zahlreiche Indie-Autoren angehören. Außerdem hat Amazon schon vor geraumer Zeit eigene Verlags-Labels wie etwa „Amazon encore“ gestartet, um besonders erfolgreiche Self-Publishing-Titel auch in gedruckter Form herauszubringen.

Bei Apple geht man vergleichsweise zögerlich vor: die „Breakout Books“-Promotion auf der Startseite des iBookStores bleibt zeitlich vorerst auf zwei Wochen begrenzt, danach wandert sie wieder weiter nach hinten. Auch der Start der technisch aufwändigen Self-Publishing-App „iBooks Author“ ist erst knapp ein Jahr her – damit können Indie-Autoren ihre Titel direkt im „iTunes für Bücher“ publizieren. Wer die multimedialen Features von „iBooks Author“ nutzt (.ibooks-Format), muss sich jedoch exklusiv an Apple binden – nur PDFs und epubs lassen sich parallel auch in anderen Stores verkaufen. Selbst dieses Zugeständnis an die Autoren wurde von Apple erst nach lautstarken Protesten aus der Community in die AGB’s aufgenommen. In manchen Fällen pocht allerding auch Branchenprimus Amazon auf Exklusivität – so sind etwa Gratis-Aktionen nur möglich, wenn E-Books für einen begrenzten Zeitraum ausschließlich im Kindle-Store angeboten werden.

(via cnet & nytimes.com)

Abb.: Screenshot