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Bookbuster Level 3: Hugendubel lockt Kunden per Gamification & AR in die Filialen

2 Aug 2018

bookbuster-game-kampagne-hugendubelDas Smartphone in der Hand & auf in die nächste Hugendubel-Filiale: Wer bei der 2018 zum zweiten mal aufgelegten Bookbuster-Kampagne mitmachen wollte, um eines von 50 Büchern zu gewinnen, musste sich in Bewegung setzen, denn der höchste Level dieses Games verband Web und stationäre Welt. Ein gerüttelt Maß an Buchwissen konnte dabei aber auch nicht schaden: Bei Level 1 ging es zunächst darum, aus mehreren Bildelementen schnell ein Buch-Cover zusammen zu schieben. In Level 2 wurden dann Bücher durch Bilder dargestellt und mussten so schnell wie möglich erraten werden. In Level 3 dagegen konnte man dank Geo-Targeting in den Läden vor Ort Pokemon-like mit dem Touchscreen vor Augen virtuelle Vögel einsammeln.

100.000 Plays, 22.000 Spielstunden

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: mehr als 7.000 zumeist junge Kunden konnten zum Spielen in die Geschäfte gelockt werden, zwischen 15. März und 15. April zählten die Organisatoren insgesamt 100.000 Plays und 22.000 gespielte Stunden.

Entwickelt wurde die Kampagne von der Münchner Agentur Crazy Legs — die dabei nicht auf eine App, sondern auf Browser-Technik setzte: „Der neuartige Ansatz, Augmented Reality Mechaniken direkt im Browser und ohne die Hürde, eine App installieren zu müssen, anzubieten, ist komplett aufgegangen“, so Gino Mamoli, Mitglied der Geschäftsleitung bei Crazy Legs. Die anvisierte Zielgrupe sei sehr offen dafür, unterhaltende oder informative Augmented-Reality-Inhalte auch in der Einzelhandels-Umgebung vor Ort zu benutzen.

Kommen die Gamer auch wieder?

Die große Frage bleibt natürlich, was dann folgt: wirkt das Einkaufserlebnis Buchhandlung durch Design und Angebot? Kaufen die Gamer Print-Bücher, Comics oder zumindest sonstige dort feil gebotene Non-Book-Paraphernalien? Kommen sie dann bald auch mal ohne Gaming-Anreiz wieder, statt nur online zu shoppen und Content auf das Mobilgerät zu saugen? Auszuschließen ist das nicht. Vielleicht hilft ja gerde die mediale Differenzerfahrung, neue Offline-Kunden zu erzeugen…

(via Buchreport)