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„Bookazine“ im iPad-Format: SHIFT soll an den Kiosk – mit Hilfe der Crowd

5 Feb 2015

SHIFT-ErsteindruckEs ist halb Buch, halb Magazin, es wird gemacht von Digital Natives, es kommt im iPad-Format, aber nicht auf’s Display, sondern an den Kiosk: SHIFT ist da, oder zumindest fast. Mit Hilfe der Crowd möchte Daniel Höly ein Print-Magazin für all jene aus Internet-Generation an den Start bringen, die gesellschaftspolitisch engagierten Journalismus auf Papier noch bzw. wieder schätzen. Dass so etwas funktioniert, hat der Juiced.de-Gründer schon mal gezeigt: 2013 wurde nämlich bereits die Nullnummer von SHIFT in kleiner Auflage via Startnext finanziert und im Direktvertrieb an die Vorbesteller verschickt.

10.000 SHIFTs für die Bahnhofskioske der Nation

Diesmal darf’s aber eine Nummer größer sein: Mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren soll die gedruckte SHIFT erstmals im Buchhandel an Bahnhöfen und Flughäfen erhältlich sein, und dann idealerweise vier mal pro Jahr erscheinen. Die Veröffentlichung der kommenden Ausgabe ist für Anfang April geplant. Gelingt das Crowdfunding, wird die neue SHIFT einen Umfang von 120 Seiten haben und zahlreiche Interviews, Porträts und Debattenbeiträge zum Thema „Break“ enthalten.


Online-Informationsflut als Titelthema

„Die Informationsflut nimmt immer weiter zu und überfordert zunehmend auch unsere Generation – da finde ich es wichtig, nicht einfach ganz abzuschalten, sondern vernünftig darüber zu reden“, so der Kölner Start-Up-Journalist. Über 15 Autoren haben für die neue SHIFT geschrieben, angelehnt an das Konzept von Juiced.de und dessen Ressort-Aufteilung in „Hirn“, „Herz“, „Horizont“ und „Mehrwehrt“. Schafft es SHIFT, wird es der Printableger des 2008 gestarteten „Blogazines“ sein.

Crowdfunding-Kampagne läuft gut an

Gute Chanchen hat die Blog-Auskopplung auf Papier durchaus, immerhin konnte Hölys Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Startnext schon ein Viertel der benötigten Summe von 17.500 Euro einsammeln, die Kampagne läuft noch bis Anfang März. Um Geld allein geht’s Höly dabei nicht: „Crowdfunding ist für mich in erster Linie keine Vorfinanzierung, sondern das Aufbauen von Beziehungen“, so der Jungunternehmer. Zugleich ist SHIFT auch die Verbindung von Theorie und Praxis – der Titel von Hölys Diplomarbeit lautete: „Konzeption eines Printmagazins für Digital Natives“.