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Boogie Board statt Notizblock: neuartiges LCD-Tablet funktioniert (fast) ohne Strom

24 Jan 2011 Ansgar Warner 2 Kommentare

boogie-board-elektronisches-schreibenDas Boogie Board bringt uns der Utopie vom elektronischen Papier wieder einen Schritt näher – vor allem, was das Schreiben betrifft. Ein druckempfindliches LCD-Display macht schnelle Notizen, Kritzeleien oder Skizzen möglich, Strom wird nur für den Page-Refresh benötigt. Ähnlich wie bei Wunderblock oder Schiefertafel funktioniert das Boogie Board allerdings nach dem Tabula rasa-Prinzip: die Displayinhalte lassen sich nicht speichern. Für 30 Dollar ist das Boogie Board etwa bei Amazon.com erhältlich – inklusive Transporkosten zahlen deutsche Kunden etwas mehr als 50 Euro.

Schreiben per Finger, Stift oder Pinsel

Ursprünglich versteht man unter Boogie Board ja eine Art Miniatur-Surfbrett. Doch mittlerweile gibt es auch ein Boogie Board für Landratten – das 8,9-Zoll-Gerät ist eine interessante Mischung aus den analogen Vorgängern Wunderblock und Schiefertafel. Das druckempfindliche LCD-Display lässt sich per Finger, Stift oder Pinsel beschreiben. Die besondere Beschaffenheit des Boogie Boards macht neben Notizen auch Zeichnungen mit Schraffur möglich – die Dicke der Striche hängt davon ab, wie stark man aufdrückt. Der besondere Clou: Strom verbraucht wird dabei überhaupt nicht. Nur zum Löschen des Displays muss eine minimale Spannung anliegen, die von einer kleinen Knopfzelle im Gehäuse geliefert wird (auswechseln lässt sie sich leider nicht). Gespeichert werden kann der Inhalt des Boogie Boards in der Basisversion allerdings nicht – es ist ähnlich wie seine analogen Vorbilder tatsächlich nur für flüchtige Notizen oder Skizzen gedacht. Geliefert wird das vollfunktionsfähige Gerät mit Teleskop-Stylus, irgendwelche Anschlüsse oder oder einen Einschaltknopf gibt es nicht – das Boogie Board besteht nur aus Display und Lösch-Knopf.

Boogie Board ist besser als E-Ink plus Touch-Screen

„The next time you reach for a piece of paper and a pen – Don’t! Grab a Boogie Board instead, the tree-friendly alternative“, begeistert sich die Website des Herstellers improv Electronics. Mindensten 50.000 Beschreibvorgänge soll das Gerät aushalten, das wäre auf jeden Fall ein ziemlich hoher Stapel Papier. Obwohl ein Notizblock ohne Speicherfunktion doch etwas skuril anmutet, schlagen die Boogie Board-Macher eine ganze Reihe von Anwendungsgebieten vor – etwa für Lehrer, Football-Trainer, Krankenschwestern oder Künstler. Überall dort also, wo man schnell mal etwas aufschreiben oder skizzieren möchte. Auf dem Boogie Board-Blog wird sogar der Einsatz für Hobby-Piloten empfohlen, die sich Flugdaten notieren möchten – sozusagen „on the fly“. Viele E-Reader mit Touch-Screen und Stylus – zuletzt etwa Sonys neue Modelle – bringen eine ganz ähnliche Funktion mit. Im Gegensatz zu solchen E-Ink-Lösungen reagiert das LCD-Display des Boogie Boards allerdings weitaus schneller und exakter. Auf den Hands-on-Videos sieht die Nutzung ähnlich unkompliziert aus wie mit Stift und Papier. Wer professionell zeichnen will, und zudem nicht nur monochrom, ist aber wohl auch weiterhin mit iPad-Ergänzungen wie dem Pogo Sketch Stylus oder einem Wacom-Stifttablett für den Desktop am besten bedient.

2 Kommentare »

  • Stefan schrieb:

    Wenn man noch die Werke speichern könnte wäre es perfekt, so macht es praktisch nur Sinn etwas zu illustrieren um es direkt zu zeigen. Trotzdem macht das ja den reiz einer Tafel aus, dass man es wieder wegwischen kann.

  • newstube.de schrieb:

    Boogie Board statt Notizblock: neuartiges LCD-Tablet funktioniert (fast) ohne Strom…