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Besser spät als nie: Deutscher Sony Reader Store öffnet seine Pforten

17 Dez 2012 Ansgar Warner 0 Kommentare

Sonys hauseigener E-Store hat nun endlich auch in Deutschland seine Pforten geöffnet – mit mehr als einem Jahr Verspätung. Ursprünglich war die Konkurrenz zu Kindle-Store, iBooks & Co. bereits für den Start des WiFi-Readers PRS-T1 angekündigt worden, um sich dann so lange zu verspäten, dass selbst das Nachfolgemodell PRS-T2 im Herbst 2012 als Sony Reader ohne Store an den Start ging. Zumindest ohne Sony Store – denn das technisch leicht überarbeitete Gerät wurde hierzulande u.a. mit dem E-Store von Libri.de (jetzt: Ebook.de) ausgeliefert. Die Webversion des neuen Stores ist unter de.readerstore.sony.com erreichbar, das breite epub-Angebot („mehrere hunderttausend E-Books“) an deutschen und internationalen Bestsellern steht natürlich auch Lesern offen, die keinen Sony-Reader besitzen.

„Bücherfreunde, die gern internationale Bestseller in der Originalsprache lesen, sind mit dem Reader Store bestens beraten“, meint Sony. Denn das Angebot umfasse elektronische Titel in acht verschiedenen Sprachen, einschließlich zahlreicher Bestseller aus den USA, Großbritannien, Italien und Spanien. Wer möchte, kann somit etwa “50 Shades of Grey” auf flämisch oder dänisch lesen. Die meisten Titel sind DRM geschützt (Adobe Digital Editions), Sony zufolge gibt es im Store jedoch auch tausende DRM-freie bzw. mit digitalem Wasserzeichen versehene E-Books, etwa die Romane von Ken Follett, Andreas Eschbach und Dan Brown.

Doch ob sich der Besuch wirklich lohnt, ist eine ganz andere Frage. Dank Buchpreisbindung sind bei deutschen Titeln keine besonderen Schnäppchen zu erwarten, rein optisch wirkt der Reader Store ziemlich verwechselbar: nach Themen oder Bestseller-Rang geordnete Buchcover, Kurzbeschreibungen, leider aber keine Leseproben. Ein besonderer Link führt zu den Sony-“Apps“. Doch dahinter verbergen sich keine Apps für Tablet oder Smartphone, sondern lediglich Desktop-Programme, mit denen man auf Mac- oder Windows-Rechnern die persönliche E-Bibliothek verwalten und via USB Lektüre auf den Reader übertragen kann. In punkto E-Book-Ökosystem gibt’s bei Sony somit noch deutlichen Nachholbedarf, Besitzer der Sony- Reader müssen auf externe Apps wie etwa Bluefire oder Aldiko zurückgreifen, wenn sie auf Mobilgeräten weiterlesen möchten.

Abb.: Screenshot

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