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Barnes, aber Nobel: deutsche Nook App startet – Windows 8.1 only

26 Nov 2013

Na endlich: jetzt hat nach Amazon und Kobo auch Barnes & Noble den Sprung über den großen Teich geschafft – erstmals können deutsche Kunden via Nook App in einem lokalisierten E-Store shoppen. Bis auf weiteres kommen jedoch nur die Microsoft-Gemeinde in den Genuss der Nook-App, sie wird momentan ausschließlich für Tablets und PCs mit der aktuellen Windows 8.1-Oberfläche angeboten. Insgesamt startet das neue Angebot in 32 verschiedenen Ländern, darunter auch Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien.

Ein eigenes Kunden-Account ist nicht nötig, die Anmeldung & Bezahlung von E-Books läuft über das Microsoft-Konto (vormals „Windows Live ID“, vergleichbar mit der Apple/iTunes-ID). Erstmals dürfte es sich nun für deutsche Indie-Autoren lohnen, über die Self-Publishing-Plattform „Nook Press“ zu veröffentlichen – denn die Titel landen in einem sprachlich angepassten B&N-Store, der sich speziell an deutsche Kunden richtet. Theoretisch wäre nun wohl auch der Verkauf von Nook-Readern bzw. Nook-Tablets mit lokalisiertem E-Store möglich, die in den USA qualitativ mit Kindle & Co. konkurrieren.

Da B&N sich am Branchenstandard epub orientiert und bei DRM auf Adobe setzt, kann man über eine Import-Funktion auch anderswo eingekaufte Lektüre via Nook App lesen. Abgesehen vom Desktop-PC dürfte sich die Nutzung aber zunächst stark in Grenzen halten, denn die große Mehrheit der Tablets gehört bekanntlich zur Apple- und Android-Welt. Wann die Nook-App auch für diese Geräte zur Verfügung steht, ist noch nicht bekannt.

Die internationale Expansion von B&N war schon seit langem erwartet worden, seit einiger Zeit besitzt die in den USA größte Buchhandelskette auch bereits ein Büro in Berlin. Doch für weitere Schritte fehlte wohl ganz einfach das Geld. Erst vor kurzem hatte das finanziell klamme Unternehmen bekannt gegeben, in Zukunft keine eigenen Lese-Tablets mehr zu entwickeln und stattdessen auf eine kräftige Finanzspritze von und eine Kooperation mit Microsoft zu setzen.

Abb.: Screenshot