Ballon geplatzt, Kunden sanft gelandet: txtr wird zu juke, Media-Saturn übernimmt

txtr-wird-zu-jukeSchlusspunkt unter eine lange (Miss-)Erfolgsstory: das Berliner E-Reading-Startup txtr wird nach der Insolvenz im letzten Jahr nun zu juke. Neuer Betreiber der Plattform ist mit „Juke Entertainment“ eine Tochter der Media-Saturn-Holding, sie hatte die Reste des Berliner Ventures aufgekauft, das vom Kindle-Killer („txtr-Reader“) über eine E-Reading-App bis zu einer Flatrate („Blloon“) zwischen 2008 und 2015 so einiges ausprobiert hatte.

E-Books & Nutzerdaten bleiben erhalten

Anders als bei anderen E-Lese-Pleiten landen die Kunden diesmal aber nicht vor der Tür: In einer E-Mail an die bisherigen txtr-Nutzer teilte juke Anfang der Woche mit, dass Bestandskunden ihre Accounts inklusive der bei txtr geshoppten E-Books in wenigen Schritten auf die neue Plattform übertragen können. Juke zufolge bleiben dabei auch „Notizen, Markierungen und Lesestände“ der LeserInnen erhalten. Persönliche Dokumente dagegen müssen bis 24. Oktober auf die eigene Festplatte heruntergeladen werden, um die Dateien nicht zu verlieren.

Digitale Goodies motivieren zum Wechsel

Wer jetzt zu Juke wechselt, erhält zudem zwei digitale Goodies: das E-Book „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ sowie einen von drei Kino-Streifen – zur Auswahl stehen neben der Film-Version des „Hundertjährigen“ auch „Der Geschmack von Apfelkernen“ sowie „Melancholia“. Das Angebot der neuen Plattform umfasst neben Büchern und Filmen auch Musik, Games und Software. Genau nach diesen Bereichen ist auch die Account-Übersicht aufgeteilt.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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