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Author Earnings Report: Amazon hat in USA 80 % E-Book-Marktanteil

13 Mrz 2017 0 Kommentare

amazon-80-prozent-marktanteil-ebooks-usaDass Amazon den E-Book-Markt der USA und vieler englischsprachiger Länader beherrscht, ist ja eine Binsenweisheit. Die interessante Frage ist eigentlich nur noch: wie groß ist der Rest? Glaubt man dem aktuellen Author Earnings Report, ist der Rest mehr oder weniger klein. In den USA und Großbritannien hat Amazon einen Umsatzanteil von 80 bzw. 82 Prozent, in Kanada und Australien liegt der Anteil dagegen nur knapp über 50 Prozent.

iBooks größter Gegenspieler

Größter Gegenspieler in den USA wie im Commonwealth bleibt Apples iBooks, meist direkt gefolgt von Kobo und Barnes & Noble. In Australien ist Apple besonders stark (35 Prozent Markanteil), in Kanada – wenig verwunderlich – Kobo (27 Prozent Marktanteil). Die Nummer drei in den USA ist dagegen nicht Kobo, sondern Barnes & Noble. Doch der einzige noch verbliebene traditionelle Buchhandelsplayer muss sich auch dort mit mageren 4 Prozent zufriedengeben.

Aus Big 5 wird Big 6

Hugh Howey und Data Guy interessieren sich natürlich vor allem auch für die Frage: welche Autoren/Verlage bekommen wieviel vom E-Book-Kuchen ab, und auch hier sind interessante Trends erkennbar. So hat der Marktanteil der „Big Five“-Verlage kontinuierlich abgenommen, zwischen 2014 und 2017 von 40 sank er auf 20 Prozent der E-Book-Verkäufe. Der Anteil von Amazon Imprints nimmt weiter stark zu, ebenso von kleineren Indie-Verlagen. Die traditionellen großen Player verlieren also mindestens doppelt: an die neue Big Number Six, wie auch an das breite Mittelfeld.

Kindle Unlimited überholt B&N

Und die Indie-Autoren? Nun ja – die sind auch immer stärker an Big Number Six namens Amazon gebunden, denn viele machen ihre Umsätze vor allem mit Titeln, die exklusiv via Kindle Unlimited gelesen und vergütet werden. Kindle Unlimited gehört inzwischen zu den drei größten Retail-Channeln auf dem E-Book-Markt der USA – und schüttet an die Selfpublishing-Autoren laut Author Earnings Report „doppelt so viele Dollars aus wie Barnes & Nobles Nook-Sparte insgesamt an Autoren und Verlage ausschüttet.“

Autoren experimentieren

Trotzdem raten Howey und sein Data Guy den Autoren nicht generell, nur noch via Kindle Unlimited zu veröffentlichen. Stattdessen gelte: „Die beste Strategie für einen Indie Autor besteht darin, einige Titel im freien Verkauf zu behalten, einige bei Kindle Unlimited zu haben, und damit zu experimentieren, welche Mischung am besten funktioniert und am meisten Umsätze bringt.“

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