Aus für Ara: Google sieht kein Vermarktungspotential für modular aufgebautes Smartphone

Project-Ara-startet-jetzt-2017Das modular aufgebaute Smartphone made by Alphabet/Google und Motorola kommt nicht später, es kommt wohl gar nicht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das zukunftsweisende Baukasten-Mobiltelefon Ara galt bisher als eins der wichtigsten Aushängeschilder für Googles „Advanced Technology and Projects Group“ — doch offenbar wurde das Vermarktungspotential am Ende als zu gering eingeschätzt.

Nachhaltigkeit blieb auf der Strecke

Die Ara-Story zeigt damit wohl auch, das manche Innovationen dann doch zu wichtig sind, um sie den ganz großen Konzernen zu überlassen. Vom Enthusiasmus der Phonebloks-Initiative, dem Ursprung von Ara, war zwischenzeitlich schon nicht mehr viel übrig, zuletzt hatte man die Weichen eindeutig von Nachhaltigkeit & Langlebigkeit in Richtung Fashion und Flexibilität gestellt.

Fairphone 2 zeigt, wie es funktioniert

Auf Smartphones mit auswechselbaren Teilen muss man zum Glück trotzdem nicht verzichten — denn die niederländischen Fairphone-Macher haben mit dem „Fairphone 2“ genau solch ein Produkt auf den Markt gebracht — alle wichtigen Komponenten wie Display, Kamera, Lautsprecher, Tasten und auch diverse Elemente der Platine lassen sich bei Bedarf austauschen.

Doch dabei geht’s wiederum ausschließlich um das Ersetzen, nicht das Aufrüsten mit alternativen Elementen. Bis es ein Smartphone gibt, bei dem man z.B. auf Wunsch das LED-Display gegen ein E-Ink-Display austauschen kann, wird es wohl noch ein Weilchen dauern…

(via Caschys Blog & Reuters)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".