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Augmented Paper, Yoga Book, Bamboo Slate: Wacom-Technik vereint Papier, Schreibstift & digitalen Workflow

5 Sep 2016

wacom-technologie-fuellt-luecke-im-workflowZwischen digitalem Tablet bzw. Notebook und analogem Notizbuch bewegt sich eine neue Klasse von hybriden Schreib-Geräten, die allesamt auf spezieller Abtast-Technologie von Wacom beruhen — genauer gesagt der „elektromagnetischen Resonanz“ (EMR). Abgetastet wird etwas sehr klassisches: die Bewegung der schreibenden Hand. Mit EMR soll der Unterschied zwischen Stylus und Schreibstift wie der zwischen Touch-Screen und Papier weiter eingeebnet werden, und die letzte Lücke zwischen Papiernotizen und digitalem Workflow geschlossen werden. Wir stellen drei Geräte mit Wacoms neuem Konzept vor, die ab Herbst lieferbar sein sollen…

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Yoga Book: Tablet als Schreibunterlage

Am hybridesten ist wohl Lenovos auf der IFA vorgestellter Klapprechner namens „Yoga Book“ — dabei handelt es sich nicht einfach nur ein Tablet à la Microsofts Surface, also mit angedockter analoger Tastatur. Stattdessen werden virtuelle Tasten-Felder auf einer schwarzen Touch-Screen-Fläche („Halo Instant Keyboard“) eingeblendet (was entfernt an Microsofts nie realisiertes Courier-Konzept erinnert). Schaltet man sie ab, lässt sich das Touch-Screen mit einem Stylus für digitale handschriftliche Notizen und Skizzen verwenden. Der eigentliche Clou ist aber: Wer möchte, kann ein Blatt Papier auf die Unterlage legen – und den Stylus per „ink insert“ zum Tintenroller umrüsten. Via EMR-Erfassung landen diese analogen Notizen zugleich auch auf dem Bildschirm. Die Android-Version des Yoga-Book kommt im Oktober für 500 Dollar auf den Markt

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Augmented Paper: schick & scheinbar analog

Im Unterschied dazu sieht man Montblancs auf der IFA gezeigtem [„Augmented Paper“[(http://www.theverge.com/2016/9/1/12749642/montblanc-augmented-paper-hands-on-ifa-2016) auf den ersten Blick den direkten Draht in die virtuelle Welt gar nicht an: man erhält ein schickes schwarzes Notizbuch mit Lederhülle und dazu einen pompösen Montblanc-Kugelschreiber. Einziges Indiz auf die im Innern der Hülle versteckte EMR-Abtasttechnologie von Wacom geben ein Einschaltknopf und ein Mikro-USB-Port zum Aufladen. Man kann also einfach so drauflosschreiben – die Notizen werden dann direkt via Bluetooth auf’s Smartphone übertragen, inklusive Handschrift-Erkennung. Für den analogen Distinktionsgewinn muss man aber kräftig drauflegen — das „Augmented Paper“ soll 650 Euro kosten.

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Wacoms Bamboo Slate: günstiger Einstieg

Am günstigsten lässt sich die Wacom-Technologie ganz einfach mit den neuesten Wacom-Smartpad namens Bamboo Slate nutzen, das gibt’s nämlich im A5-Format inklusive Smart Ball Ben schon für 130 Euro, im A4-Format für 150 Euro. Wer nicht nur eine smarte Schreibunterlage haben möchte, sondern eine komplette Schreibmappe, legt noch mal 50 Euro drauf und erhält dafür das Bamboo Folio im A4-Format. Die auf der IFA präsentierten Bamboos sorgen nicht nur für die Übertragung der Notizen und Skizzen auf’s Smartphone, sie können auch bis zu 100 Seiten speichern.

via The Verge)