Auf iPad’s Spuren: Nook Color schon 3 Millionen mal ausgeliefert

nook-color-android-tabletDas iPad ist ein Tablet mit E-Reader-Funktion, das Nook Color von Barnes & Noble dagegen eigentlich ein E-Reader mit Tablet-Funktionen. Doch mittlerweile beherrschen beide Geräte zusammen den US-Markt für Flachrechner. Das erst im Oktober 2010 gestartete Android-Gadget wurde vom Zulieferer Inventec bereits drei Millionen mal an Barnes&Noble ausgeliefert, berichtet die Digi Times unter Berufung auf Brancheninsider. Alleine von Januar bis Februar 2011 sollen bis zu 700.000 Nook Colors verkauft worden sein. Damit habe sich B&N nahezu 50 Prozent des „freien“ Tablet-Markts in den USA sichern können, also den Teil, den Apple noch übrig gelassen hat. Ein Grund für den Erfolg dürfte der niedrige Preis sein – mit 249 Dollar ist das sieben Zoll große Nook Color deutlich günstiger als Apples iPad. Technisch bekommt der Käufer dafür ein echtes WiFi-Tablet mit komfortabel zu bedienendem kapazitivem Touch-Screen. Verschiedene „Hacks“ ermöglichem dem Nutzer, die Android-Funktionen des Gerätes voll auszukosten. So lässt sich dann etwa über den Android Marketplace selbst Amazons Kindle-App installieren. Nach Deutschland wird das Nook Color bisher offiziell nicht verkauft, über den Umweg von Package-Forwarding-Dienstleistern wie etwa borderlinx.com oder viaddress.com ist es aber trotzdem möglich. Inklusive Liefergebühren ist das Gerät dann aber fast schon so teuer wie die auch in Deutschland via Libri erhältliche Nook-Color-Alternative Pandigital Novel, die ab 249 Euro zu haben ist.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".