Apple im Visier: Zeitungsverleger fordern freien Zugang zu iPad & Co.

Die Zeitungsverlage sind sauer auf Apple – denn Content auf das iPad zu bringen, wird für sie immer schwieriger. Wollen sie in Zukunft ihre elektronische Zeitschriften und Zeitungen als Apps auf Apples Tablet verkaufen, müssen sie nämlich einzelne Ausgaben bzw. Abos über iTunes abrechnen – und 30 Prozent Provision an den Gatekeeper zahlen. Auch die Weitergabe der Abonnenten-Daten an die Verlage ist auf diesem Wege nicht mehr gewährleistet, Abonnenten wird nämlich eine „Opt-Out“-Lösung angeboten. Der Verband der europäischen Zeitungsverleger (ENPA) hat nun einen Appell an die „Technologieunternehmen“ gerichtet, allen voran natürlich Apple. Darin wird zum einen festgestellt:

Zeitungsverleger sollten frei wählen können, auf welche Weise ihre Kunden bezahlen, und sie sollten auch das Preisniveau für ihre Inhalte selbst bestimmen können.

Außerdem betonen die Zeitungsverleger, dass sie den direkten Kontakt zum Kunden brauchen:

Das Geschäftsmodell von Zeitungen ist davon abhängig, dass die Verleger und Herausgeber ihre Leser kennen. Diese enge Verbindung zwischen ihnen muss unbedingt aufrecht erhalten werden.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".