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Ambiente, Espresso, Print On Demand, nicht nur für New York: Shakespeare & Co. will landesweit expandieren

14 Mrz 2018

shakespeare-and-co-newyork-expandiertBuchhandlungen, die neu eröffnen? In den USA? Und es geht nicht um Amazon? Ja, das gibt es: unter dem Markennamen „Shakespeare & Co“ will Dane Neller, Mitgründer und Chef von „On Demand Books“ eine landesweite Kette aufziehen. Und zwar immer nach dem selben Prinzip: Bücher, Espresso-Bar und Espresso Book Machine – d.h. in den Buchhandlungen können gewünschte Paperbacks aus einem Online-Katalog direkt ausgedruckt werden. Im „Flagship-Store“ an der Lexington Avenue auf Manhattans Upper East Side funktioniert das schon.

In fünf Jahren landesweite Präsenz anvisiert

Bald soll es auch in Boston, Chicago und anderswo funktionieren: „In five years we’d like to be a large national presence,“ so Dane Neller gegenüber Publishers Weekly. Bevorzugt sollen die Filialen im Umfeld von Hochschulen angesiedelt werden, statt großen Buchsupermärkten werden es meist überschaubare Verkaufsräume mit ca. 300 Quadratmeter Fläche sein. Bis Ende 2018 sollen bis zu drei neue Standorte ihre Pforten öffnen.

Shakespeare & Company: eine Idee lebt fort

Schön dabei ist natürlich auch, dass damit die New Yorker Tradition der „Shakespeare & Co.“-Buchläden fortgesetzt wird, die in den 1980er Jahren begann (angeregt wiederum durch die Shakespeare & Company-Buchläden in Paris) — zeitweise gab es ein halbes Dutzend Filialen. Zusammen mit einer Gruppe von Investoren kaufte Dane Neller im Jahr 2015 nicht nur den Markennamen, sondern übernahm auch die Verkaufsflächen des letzen verbliebenen Geschäfts.

Mit neuem Konzept wie auch neuem Corporate Design geht es nun weiter. Die Grundidee aber bleibt bestehen. “Bookstores are about social gathering, expression, intimacy, service, and selection”, beschreibt es Neller. Bücher einfach nur kaufen könne man schließlich auch online. Ein richtiges Einkaufserlebnis, das gebe es aber eben nur in Buchhandlungen vor Ort.