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Amazon verkauft erstmals mehr Kindle-E-Books als Paperback-Ausgaben

28 Jan 2011

amazon-e-books-toppen-printWiedereinmal kann Amazon ein paar Rekorde vermelden: das letzte Quartal war dank Kindle&Co. das bisher erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte. Erstmals wurde mehr als 10 Milliarden Dollar Umsatz gemacht, und erstmals wurden mehr E-Books als Paperbacks verkauft. Seit Anfang Januar kamen auf 100 verkaufte Paperbacks 115 E-Books. Bereits im Juli 2010 hatten Kindle-E-Books zahlenmäßig die Hardcoverausgaben überholt. Das war jedoch auch leicht erklärbar – schließlich sind die meisten Kindle-Ausgaben deutlich günstiger als die jeweiligen Hardcover-Versionen. Der eigentliche Wettbewerb findet zwischen E-Books und den preislich nah beeinander liegenden Taschenbüchern statt, hier kreisen die Preise auch bei vielen Bestsellern um die 10 Euro-Schwelle. Entscheidend für den neuen Verkaufsrekord war offenbar der Start des Kindle 3, der im vergangenen Sommer mit verbessertem Display (Pearl-E-Ink) und zum branchenweit ungeschlagenen Niedrigpreis von 139 Dollar (WiFi-Version) in den Handel kam. Besonders viele Kindle-Reader wurden während des Weihnachtsgeschäfts verkauft, was sich zu Beginn des neuen Jahres etwa bei der Bestseller-Liste von USA Today bemerkbar machte – erstmals bestand die Top 20 mehr als zur Hälfte aus elektronischen Titeln. Einer Forrester-Prognose zufolge könnte der Marktanteil von E-Books in den USA schon bis 2014 auf mehr als 50 Prozent steigen.