Home » Smartphone&Tablet

Kindle-Fire-Effekt: Zwei Drittel aller Android-Tablets werden in USA betrieben

29 Jan 2013 Ansgar Warner 0 Kommentare

Der Siegeszug von Android ist durch und durch global: führte 2010 erst jedes vierte Smartphone den kleinen grünen Roboter im Schilde, so war es 2011 bereits jedes zweite – aktuell laufen weltweit sogar fast 70 Prozent aller schlauen Handys mit Googles freiem Betriebssystem. Doch wer meint, bei Tablets würde es mittlerweile einen ähnlichen Trend geben, liegt völlig falsch. Denn den Analysten von Localytics zufolge werden 60 Prozent aller Android-Tablets in den USA betrieben. Großbritannien kommt auf schlappe 5 Prozent, Spanien und Korea auf 2 Prozent, alle anderen Länder liegen jeweils bei einem Marktanteil von unter 1 Prozent.

Fast alle Kindle-Fire-Besitzer leben in den USA

Das sollte eigentlich anders sein – schließlich gehört es ja zum Erfolgsrezept von Android, weltweit auf zahlreichen günstigen mobilen Gadgets präsent zu sein und eine Alternative zur teuren Konkurrenz von Apple & Co. zu bieten. Tatsächlich gibt’s ja auch schon viele Android-Tablets, die preislich deutlich unter 100 Dollar liegen. Doch man darf die Rechnung nicht ohne Amazon machen. Die Kindle-Fire Modelle haben in den USA im Android-Tablet- Sektor einen Marktanteil von 30 Prozent, dreimal mehr als der schärfste Konkurrent Barnes&Noble. Und satte 90 Prozent aller Kindle Fire-Besitzer leben in den Vereinigten Staaten – was die globale Marktstatistik stark verzerrt.

Lokalisierung des Kindle Fire als Herausforderung

Rechnet man Amazons Gadgets dagegen mal heraus, sind plötzlich nur 40 Prozent aller Android-Tablets in den Händen amerikanischen Konsumenten. Eine Zahl, die sehr stark an die Smartphone-Statistik erinnert – denn auch 37 Prozent aller Android-Smartphones werden in den USA betrieben. Letzlich weist der Tablet-Überhang auf ein spezielles Amazon-Problem hin – die logistischen Herausforderungen der Kindle-Fire-Internationalisierung (bzw. der Lokalisierung) scheinen das Wachstum deutlich abzubremsen. Ein eigener App-Store scheint also doch seine Nachteile zu haben…

(via Readwriteweb.com & Localytics)

Abb.: Amazon, Localytics

Comments are closed.