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[Aktuelles Stichwort] Open Access – goldener Weg zur Wissensgesellschaft?

4 Okt 2014 0 Kommentare


[Dieser Artikel ist eine Preview aus: „das große e-book & e-reader abc“, das mehr als 200 aktuelle Stichwörter von Adobe-ID bis Zweifinger-Zoom enthält. Es ist digital und gedruckt im Oktober 2014 bei ebooknews press erschienen – Tipp: zum Einführungspreis bestellen und vier Euro sparen!]

Mit Open Access („offener Zugang“) wird der uneingeschränkte öffentliche Online-Zugang zu Forschungsergebnissen bezeichnet, die vor allem in Form von elektronischen Zeitschriftenartikeln, aber auch als als Abschlussarbeiten, Buchkapitel oder Monographien in digitaler Form vorliegen. Entsprechende Forderungen hat die sogenannte Open-Access-Bewegung bereits parallel zum Internet-Boom der 1990er Jahre erhoben. In der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zum wissenschaftlichen Wissen“ haben sich im Jahr 2003 führende deutsche und internationale Forschungsorganisationen zu den Prinzipien von Open Access bekannt.

In der Praxis haben sich vor allem zwei Formen des Open Access etabliert: beim „goldenen Weg“ findet die Erstveröffentlichung in einem Open Acess-Medium mit Peer-Review statt, das online kostenlos zugänglich ist. Idealerweise werden die Inhalte dabei unter eine nicht-exklusive Lizenz wie etwa >>Creative Commons gestellt. Beim „Grünen Weg“ wird der wissenschaftliche Text parallel in einer konventionellen Zeitschrift veröffentlicht und vom Autor oder einer Bibliothek online unter Open-Access-Bedingungen zugänglich gemacht.

Open Access ist als digitale Antwort auf die „Zeitschriftenkrise“ im Bibliothekswesen gedacht – schrumpfende Anschaffungsetats standen einer steigenden Zahl von gedruckten Zeitschriften wie auch steigenden Abonnementsgebühren gegenüber. Die Digitalisierung bot die Chance einer Transformation des bisherigen Systems, das den Steuerzahler doppelt belastete: erst musste Forschung mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, um die Ergebnisse über Bibliotheken zugänglich zu machen, floß dann erneut Geld an privatwirtschaftlich organisierte Wissenschaftsverlage.

Schätzungen zufolge publizierten im Jahr 2012 etwa ein Drittel aller wissenschaftlichen Zeitschriften mit Peer-Review unter Open Access-Bedinugngen. Zu den international erfolgreichsten Open-Access-Projekten gehört PLOS (für Public Library of Science), unter dessen Dach mittlerweile sieben elektronische Open Access-Zeitschriften erscheinen, darunter das renommierte PLOS Biology. Seit dem Start 2003 wurden via PLOS bereits mehr als 100.000 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.

Weitere Informationen zu Open Access in Deutschland: open-access.net


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