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Ähm, ähm, hmmm: Google Duplex mimt am Telefon einen menschlichen Gesprächspartner, Interjektionen inklusive

15 Mai 2018 0 Kommentare

google-duplexWenn das Reservieren von Restaurant-Tischen oder das Abmachen von Friseurterminen als Turing-Test durchgeht, könnte wohl demnächst das Zeitalter der Singularität anbrechen — denn angeblich wird Googles digitaler Privatsekretär namens „Google Assistent“ schon bald solche Tätigkeiten mit dem neuen „Duplex“-Modul übernehmen.

Die zwei Schlüsselqualifikationen dafür: täuschend echte Sprache sowie gutes Sprachverständnis bzw. komplexe Reaktionsfähigkeit während eines Gesprächs. Auf der Entwickler-Konferenz I/O wurden letzte Woche zu Demonstrationszwecken reale Telefon-Dialoge zwischen einer mit dank „Ähm“, „Hm“ sowie Sprechpausen sehr natürlich wirkenden AI-Stimme und nichts ahnenden menschlichen Testpersonen vorgestellt — viele Branchenkenner zeigten sich danach restlos begeistert.

Wird „Google Duplex“ irgendwann mal auf dem Smartphone bereitstehen, könnten die Nutzer „niedere“ Organisationsaufgaben wie etwa die Terminplanung komplett an den Assistenten delegieren. Vielleicht wird sich dann sehr bald schon am anderen Ende der Leitung auch ein Assistent melden, zum Beispiel Alexa, und mit ähnlichen Fähigkeiten glänzen?

Wichtig wird bis auf weiteres aber wohl auch eine zentrale Fähigkeit bleiben: der digitale Assistent muss merken können, dass die Kommunikation in einer bestimmten Situation nicht zum gewünschten Ergebnis führt, um dann einen menschlichen Kollegen zur Hilfe zu rufen.

Nachtrag: Inzwischen hat Google übrigens auch auf die Kritik reagiert, der Assistent könnte menschliche Gesprächspartner hinters Licht führen — dem Unternehmen zufolge wird sich die offizielle Version des Highend-Chat-Bots gleich zu Anfang eines Gesprächs klar als künstliches Wesen zu erkennen geben wird.

(via Forbes.com)

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